Kanzlerin reist nach Kiew

Merkel sagt brisanten Ukraine-Besuch zu

Angela Merkel folgt einer Einladung des ukrainischen Präsidenten Poroschenko. Die Bundeskanzlerin reist am Samstag nach Kiew. Unklarheit herrscht weiter über den möglichen Beschuss eines Flüchtlingskonvois.
Update: 19.08.2014 - 12:07 Uhr 8 Kommentare
Kanzlerin Merkel und der ukrainische Präsident Poroschenko: Brisantes Treffen am Samstag in Kiew. Quelle: dpa

Kanzlerin Merkel und der ukrainische Präsident Poroschenko: Brisantes Treffen am Samstag in Kiew.

(Foto: dpa)

KiewKanzlerin Angela Merkel (CDU) reist an diesem Samstag zu ihrem ersten Besuch seit Ausbruch der Ukraine-Krise Ende 2013 nach Kiew. Neben einem ausführlichen Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sei ein Gespräch mit Ministerpräsident Arseni Jazenjuk geplant, teilte das Bundespresseamt am Dienstag in Berlin mit.

Voraussichtlich werde es auch einen Gedankenaustausch mit Bürgermeistern ukrainischer Städte geben. Im Zentrum werde die Lage in der Ukraine und das Verhältnis zu Russland stehen. Zudem werde es um konkrete Möglichkeiten zur Unterstützung der Ukraine gehen.

Poroschenko hatte Merkel in einem früheren Telefonat zu dem Besuch eingeladen. Die Bundesregierung hatte am Montag bestätigt, dass es eine Einladung von Poroschenko an Merkel gebe. Einen Tag nach dem Besuch der Kanzlerin feiert die Ukraine am Sonntag ihren Unabhängigkeitstag. Poroschenko plant zum Jahrestag der Verabschiedung einer Unabhängigkeitserklärung vor dem Hintergrund der zerbrechenden Sowjetunion am 24. August 1991 eine Militärparade.

Der Ukraine-Besuch der Kanzlerin gilt als heikel. Die Bundesregierung bemüht sich zusammen mit anderen westlichen Staaten um einen Waffenstillstand zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen sowie um eine wirksame Kontrolle der Grenze zu Russland. Die Kanzlerin hält seit langem telefonischen Kontakt zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und zu Poroschenko, konnte aber bislang keine echte Entspannung erreichen. Kiew wünscht sich Waffen vom Westen für den Kampf gegen die Separatisten.

Die Außenminister der Ukraine und Russlands wollten noch im Laufe des Tages über eine Fortsetzung ihrer Krisengespräche entscheiden.

Warteschlange für Wasserflaschen
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Kanzlerin reist nach Kiew - Merkel sagt brisanten Ukraine-Besuch zu

8 Kommentare zu "Kanzlerin reist nach Kiew: Merkel sagt brisanten Ukraine-Besuch zu"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Zitat Artikel: "Ein Separatistenanführer deutete gar an, es habe den Vorfall gar nicht gegeben." So wird es wohl sein, denn außer weiteren ukrainischen Propaganda-Mitteilungen seitens Reuters ---> http://reut.rs/1pXTZkb liegt bis dato nichts neues vor! Reuters hatte auch das auf Handelsblatt gezeigte "Sachartschenko Video" falsch übersetzt. Die korrekte Übersetzung aus dem Russischen, auch von “The Telegraph UK” ins Englische übersetzt wurde, lautet: "... es wurden die Reserven zusammen gezogen. 150 Einheiten Militärtechnik, davon etwa 30 Panzer, alles übrige BMP und BTR. Dazu 1.200 Mannschaftsstärke, die mehrmonatige Schulungen auf dem Gebiet der russischen Föderation absolviert haben.”
    ---> https://www.youtube.com/watch?v=bWY_ErhpUFg

  • Ohne Rücksicht auf russische Empfindlichkeiten
    ----------------
    Wird dann in Minsk auch über die Annexion der Krim gesprochen? Und über die Waffenlieferungen an die Terrormilizen der Ostukraine? Oder über den Raketenbeschuss auf einen Flüchtlingskonvoi, oder über den Abschuss von MH17?

  • Sehr solide Beweisführung, Herr "Ullrich Ribbentrop" (nur Behauptungen ohne Belege) und Beleidigung von Herr Illu Minator als "bezahlter Spinner", traut er sich nur anonym. Die z.B. von Bild.de präsentierten Schrapnell Schäden hatten eine ganz andere Struktur. Es gibt zweifelsohne zwei unterschiedliche Schadenbilder.

  • Schockierende Analyse zum Abschuss der Malaysian MH 017

    http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2014/schockierende-analyse-zum-abschuss-der-malaysian-mh-017/

  • Damals die Maschine von Kaczinsky ist ja auch von den Russen zerstört worden und erst nach Wochen wurden die von Russen manipulierten Blackbox übergeben! Es gibt ein Video eines US-Satelliten die zeigt wie die Maschine gelandet war und dann gesprengt wurde!
    Also halten Sie sich mit ihren täglichen Rufen nach der Auswertung mal bedeckt.

    Auch antworte ich mit den klassischen russichen Propagandainstrumente die sie ja hier ständig benutzen:

    1. Wo sind die Beweise der Kampfflugzeuge wenn überhaupt? Wenn dann war das bestimmt russische Kampfjets. BBC? Gelogene Scheinwahrheit, BBC kennt diese Information nicht. Reine Fantasie!

    2. Twitteraccount von Carlos (eigentlich ein Terrorist). Gefakter Account! Pseudoschein Fakten. Erfunden!

    3. heavy maschine-gun fire? Das waren die Schrapnells der Rakete mit einemSchrapnellkopf, das neben einem Flugzeug zündet! bullshit!

    Die russische Junta aus EX-KGB und EX-GRU ist nicht legitimiert! Reine scheindemokratische Wahlen wie in alten Zeiten! Die faschistische Junta sitzt im Kremel du bezahlter Spinner!

  • Die Untersuchungsergebnisse der Absturzursache von MH17 dürften mittlerweile in Regierungskreisen durchgesickert sein. Ob Merkel mit ihrem Beistandsbesuch bei der ukrainischen Putschregierung auch ihre eigene Position als Regierungschefin absichern oder gar retten will?
    Was wenn es tatsächlich ein Abschuss durch ein Kampfflugzeug war? Das liesse nur den einen Schluss zu, daß das ukrainische Militär hier vorsätzlich 300 Angehörige fremder Staaten getötet haben. Zu welchem Zweck? Poroschenko hat aktuell erneut um die Unterstützung der NATO ersucht, der bekanntlich auch Deutschland angehört.
    Ein Aufklärungsinteresse über die Massenmorde am Maidan, in Odessa und anderswo von Frau Merkel wäre wirklich neu und überraschend. Ist doch die Involvierung der faschistischen Regierungsmitglieder viel zu offensichtlich. 69 Jahre nach dem Ende des Hitlerregimes unterstützt eine deutsche Regierung erstmals wieder offen faschistische Mordbanden und Kriegstreiber.

  • Der nette Onkel Poro will doch nur Waffen geliefert bekommen, um damit auf sein Volk schießen zu lassen. Übrigens bombardieren jetzt die USA Ziele im Irak um "amerikanische Bürger und amerikanisches Eigentum" zu schützen. Soll jetzt Wladimir P. die russischen Bürger in der Ukraine schützen?
    Und unsere ferngesteuerte Mutti spielt brav ihre Rolle.

  • Nachdem Frau Merkel sich in der jüngsten Vergangenheit aus welchem Grund auch immer dazu hinreißen lässt einseitig die Schuld der Ukraine-Krise bei Russland zu suchen, ist dieser Besuch bei Freunden nicht verwunderlich.
    Es ist auch nicht anzunehmen, dass der ungeklärte Abschuss der Passagiermaschine, die vermeintliche Invasion der russischen Truppen in der Ukraine, die Maidanschüsse und deren Täter, die bewusste Blockierung russischer Hilfslieferungen, die angedrohten Blockierung des Gastransit oder die beharrliche Nichtbezahlung von Gasrechnungen……..und,und,und…. bei diesem Besuch unter Freunden thematisiert werden. Es ist leider anzunehmen, dass Frau Merkel zu Versprechungen verleiten lässt die Sie meint im Sinne der EU-Wertegemeinschaft mitbringen zu müssen.
    Frau Merkel bleiben Sie bitte in der Ukraine. Mit Ihren Russischkenntnissen sind Sie dort ein gern gesehener Gast.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%