Kanzlerin reist nach Kiew
Merkel sagt brisanten Ukraine-Besuch zu

Angela Merkel folgt einer Einladung des ukrainischen Präsidenten Poroschenko. Die Bundeskanzlerin reist am Samstag nach Kiew. Unklarheit herrscht weiter über den möglichen Beschuss eines Flüchtlingskonvois.
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KiewKanzlerin Angela Merkel (CDU) reist an diesem Samstag zu ihrem ersten Besuch seit Ausbruch der Ukraine-Krise Ende 2013 nach Kiew. Neben einem ausführlichen Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sei ein Gespräch mit Ministerpräsident Arseni Jazenjuk geplant, teilte das Bundespresseamt am Dienstag in Berlin mit.

Voraussichtlich werde es auch einen Gedankenaustausch mit Bürgermeistern ukrainischer Städte geben. Im Zentrum werde die Lage in der Ukraine und das Verhältnis zu Russland stehen. Zudem werde es um konkrete Möglichkeiten zur Unterstützung der Ukraine gehen.

Poroschenko hatte Merkel in einem früheren Telefonat zu dem Besuch eingeladen. Die Bundesregierung hatte am Montag bestätigt, dass es eine Einladung von Poroschenko an Merkel gebe. Einen Tag nach dem Besuch der Kanzlerin feiert die Ukraine am Sonntag ihren Unabhängigkeitstag. Poroschenko plant zum Jahrestag der Verabschiedung einer Unabhängigkeitserklärung vor dem Hintergrund der zerbrechenden Sowjetunion am 24. August 1991 eine Militärparade.

Der Ukraine-Besuch der Kanzlerin gilt als heikel. Die Bundesregierung bemüht sich zusammen mit anderen westlichen Staaten um einen Waffenstillstand zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen sowie um eine wirksame Kontrolle der Grenze zu Russland. Die Kanzlerin hält seit langem telefonischen Kontakt zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und zu Poroschenko, konnte aber bislang keine echte Entspannung erreichen. Kiew wünscht sich Waffen vom Westen für den Kampf gegen die Separatisten.

Die Außenminister der Ukraine und Russlands wollten noch im Laufe des Tages über eine Fortsetzung ihrer Krisengespräche entscheiden.

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Warteschlange für Wasserflaschen

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  • Zitat Artikel: "Ein Separatistenanführer deutete gar an, es habe den Vorfall gar nicht gegeben." So wird es wohl sein, denn außer weiteren ukrainischen Propaganda-Mitteilungen seitens Reuters ---> http://reut.rs/1pXTZkb liegt bis dato nichts neues vor! Reuters hatte auch das auf Handelsblatt gezeigte "Sachartschenko Video" falsch übersetzt. Die korrekte Übersetzung aus dem Russischen, auch von “The Telegraph UK” ins Englische übersetzt wurde, lautet: "... es wurden die Reserven zusammen gezogen. 150 Einheiten Militärtechnik, davon etwa 30 Panzer, alles übrige BMP und BTR. Dazu 1.200 Mannschaftsstärke, die mehrmonatige Schulungen auf dem Gebiet der russischen Föderation absolviert haben.”
    ---> https://www.youtube.com/watch?v=bWY_ErhpUFg

  • Ohne Rücksicht auf russische Empfindlichkeiten
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    Wird dann in Minsk auch über die Annexion der Krim gesprochen? Und über die Waffenlieferungen an die Terrormilizen der Ostukraine? Oder über den Raketenbeschuss auf einen Flüchtlingskonvoi, oder über den Abschuss von MH17?

  • Sehr solide Beweisführung, Herr "Ullrich Ribbentrop" (nur Behauptungen ohne Belege) und Beleidigung von Herr Illu Minator als "bezahlter Spinner", traut er sich nur anonym. Die z.B. von Bild.de präsentierten Schrapnell Schäden hatten eine ganz andere Struktur. Es gibt zweifelsohne zwei unterschiedliche Schadenbilder.

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