Kanzlerin unbeliebt
Griechen können Merkel nicht leiden

Angela Merkels strenge Haltung in der griechischen Schuldenkrise schlägt sich in Form verheerender Umfragewerte nieder - zumindest in Griechenland. Mehr als 80 Prozent der Hellenen bewerten die Bundeskanzlerin negativ, Sarkozy hingegen ist ungleich beliebter. Populär ist etwas überraschend aber auch der Euro.
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HB ATHEN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist bei den Griechen höchst unbeliebt. 83,7 Prozent bewerten sie negativ. Nur 14 Prozent finden die deutsche Regierungschefin gut. Dagegen findet der französische Präsident Nicolas Sarkozy bei 50,5 Prozent der Griechen Zustimmung. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kapa Research, die am Freitag in der Athener Zeitung "To Vima" veröffentlicht wurde. Anders als Sarkozy hatte Merkel stets offen Druck auf Athen ausgeübt, einen harten Sparkurs zu fahren.

Trotz der schweren Finanzkrise wollen 61 Prozent der Griechen im "Euroland" bleiben. Dabei sind durchaus 67,3 Prozent der Ansicht, dass es falsch gewesen sei, die alte Währung Drachme aufzugeben.

Pessimistisch beurteilen die Griechen die Aussichten für das neue Jahr. 75 Prozent der Befragten sind der Ansicht, die Arbeitslosigkeit werde im neuen Jahr enorm steigen. Sechs von zehn Griechen erwarten weitere Gehaltskürzungen.

Die etablierten Parteien brechen in der Gunst der Wähler ein: Die regierenden Sozialisten würden im Falle von Neuwahlen derzeit nur 22,2 Prozent bekommen. Die oppositionelle konservative Nea Dimokratia (ND) profitiert davon aber nicht: Sie käme nur auf 20,2 Prozent. Das ist das historisch schlechteste Ergebnis der beiden großen Parteien, die sich seit Jahrzehnten an der Macht abwechseln. Als "stärkste Bewegung" kommt aus der Umfrage die "Partei der Nichtwähler" heraus: Mehr als 30 Prozent der Befragten sagten, sie würden gar nicht wählen oder ungültig stimmen.

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  • [24] Aristoteles,
    sich den Namen Aristoteles zu stehlen, ist eigentlich schon ein starkes Stück. Offenbar sind Sie noch recht jung und Logik scheint auch nicht ihr Fall zu sein.
    Aber ich drehe den Spieß einfach mal um: Wie wäre es denn, wenn ich mir einen Luxusurlaub in Griechenland auf Pump gönne, und von der griechischen Regierung die Kostenübernahme aus Steuermitteln, unter Verweis auf die außerordentlichen Gewinne des Hoteliers, verlange.
    Wenn Sie das gut finden, sollten Sie keine Wirtschaftszeitung lesen, sondern Micky Maus.

    ihre Geschichtskenntnisse sind ebenfalls außerordentlich mager. Deshalb sollten Sie mal den korinthischen baustil mit dem romanischen vergleichen. Vielleicht merken Sie dann, daß ohne Sklaven auch die Kunst baden geht.
    Nebenbei können Sie sich die attischen Kriege vornehmen (attischen Seebund), Alexander den Großen und den jugendfrohen Anfang der Tyrannei (Platon). Schauen Sie sich die Karte der germanischen Siedlungsgebiete an, wo Germanien bis an die Weichsel reichte und was Cäsar sich da abgeschnitten hat.
    Was die neuere Geschichte angeht, so kann immerhin darauf verwiesen werden, daß Deutschland die Ausbreitung der bolschewisten über ganz Europa verhindert hat, und Sie das nur schlecht finden können, wenn Sie sich zu den griechischen bolchewisten Zählen.

  • Und zur Geschichte gehören auch die Überfälle durch die Franzosen, Napoleon, und die Unterstützung Österreichs.

    Währendessen schotten die Griechen gegen die Türken ab.

  • @(12)Poilu ich muss dem Standpunkt von Poilu unter (12) voll zustimmen, er ist zudem sehr gut argumentiert. Hingegen stellt Peter Scholz unter (18)die wirkliche Geschichte voellig auf den Kopf. Nicht die Griechen des klassischen Altertums haben es als ein Selbstverstaendnis empfunden ihre Nachbarn zu ueberfallen und auszupluendern, sondern die Deutschen, die waehrend des vergangenen Jahrhunderts zwei Weltkriege verursachten und die Verantwortung von ueber 60 Mill. Tote weltweit tragen. Ganz zu schweigen von der Zerstoerung der infrastruktur ganzer Laender, den Greueltaten des Nazi-Regimes und der Millionen, die ihr uebriges Leben als Krueppel verbringen mussten. Anscheinend war P. Scholz entweder staendig beim Unterricht der neueren Geschichte abwesend, oder es gab in seiner Schule keinen solchen Unterricht. Das was ich nur als voellig idiotisch bezeichnen kann, ist seine behauptung, dass sogar auch heute noch die Griechen und die Roemer (anscheinend meint er mit Roemer die italiener) es als Selbstverstaendnis ansehen ihre Nachbarn zu ueberfallen und auszupluendern. Anscheinend hat er sich das getraeumt.

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