Diskussion: Kommentare zu: Angriff auf die Marktwirtschaft

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 08.11.2011, 09:04 UhrAnonymer Benutzer: bhayes

    Das Thema wird auch hier sehr fundiert behandelt:
    Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise?:

    http://www.deutschland.net/content/wer-ist-schuld-der-%C3%BCberschuldungskrise

    • 17.12.2011, 20:48 UhrAnonymer Benutzer: Olli

      Richtig, Herr Steingart, weil wir dazu neigen, die Marktwirtschaft mit dem Kapitalismus zu verwechseln. Erstere ist Opfer der Protagonisten des zweitgenannten. Aber wir können ja oft auch kaum den Kommunismus von der Einplanwirtschaft unterscheiden. Und die EU steuert geradewegs in eine Art Planwirtschaft; leider mit deutlichem Demokratiedefizit! Ob das gut geht?

    • 18.12.2011, 02:29 UhrAnonymer Benutzer: Realo

      Herr Steingart, Sie schreiben "Der letzte Tag, an dem die Marktwirtschaft funktionierte, war der Tag, an dem Lehman Brothers pleiteging", aber das stimmt definitiv nicht. Marktwirtschaft funktioniert immer nur mit einem an realen Werten orientierten Geld-System. Die Marktwirtschaft wurde folglich bereits 73 mit dem Ende des Bretton-Woods-Systems zu Grabe getragen."Das Bretton-Woods-System funktionierte, bis die USA einseitig eine übermäßig expansive Politik einleiteten. Wenn es den Ländern nicht gelingt, gemeinsame makroökonomische Probleme in koordinierter Weise anzugehen, führt auch das System flexibler Wechselkurse zu Problemen." Zitat aus Wikipedia. Dem stimme ich zu.

  • 08.11.2011, 09:13 UhrAnonymer Benutzer: Selberdenker

    Am Ende kann man es doch so auf den Punkt bringen - Wenn die Staaten sich nicht ständig Geld leihen würden, gäbe es auch keine Spekulation mit Staatsanleihen.
    Dass am Ende aber Diejenigen schuldig gesprochen werden, die das Geld geliehen haben, ist nur eine Wiederholung der Geschichte: Im Mittelalter wurden staatliche Schuldenprobleme auch gerne mit dem einen oder anderen Pogrom gelöst.

    • 08.11.2011, 09:32 UhrAnonymer Benutzer: nobby_solano

      Dass Staaten Schulden machen, ist ja per se nichts Schlechtes. So wie es per Se nichts Schlechtes ist, wenn Sie einen Kredit aufnehmen, um etwas Sinnvolles damit zu tun (zB ein Unternehmen zu gründen). Was allerdings verheerend ist: Wenn Staaten Schulden machen, um a) alte Schulden bedienen zu können, b) Zinsen für Altschulden überhaupt bezahlen zu können, c) immer neue Sozialgeschenke finanzieren zu können. Das ist das wahre Übel.

    • 18.12.2011, 02:55 UhrAnonymer Benutzer: GGD

      Das FIAT-System ist insgesamt ein Übel, denn die Geldschöpfung aus dem Nichts kann nunmal auf Dauer nicht funktionieren. Das Fundament unserer Wirtschaft ist zerstört worden, da die Geldschöpfung nicht mehr durch reale Werte abgesichert ist. Die Zentralbanken fluten das Geldsystem mit Billionen von ihren Computern aus. Und die Geschäftsbanken vergeben Kredite mit schlechten Sicherheiten, um Boni und Provisionen hochzupushen.

  • 08.11.2011, 09:25 UhrAnonymer Benutzer: Selberdenker

    Ansonsten ist die FAZ auch so nicht mehr diskursfähig. Oberlehrerhaft versucht sie ihre Leser zu erziehen was man denken darf und was nicht. Kritische oder abweichende Kommentare werden zensiert. Sei es Fukushima, Sarrazin oder die Wirtschaft, entweder man teilt die Meinung der Chefredakteure oder man kommt nicht zu Wort. Also in bester deutscher Pressetradition, wie z.B. "Der Stürmer", nur unter dem Vorzeichen der Political Correctness.

    • 08.11.2011, 14:05 UhrWolfgangPress

      Lieber Selbstdenker, nicht nur die FAZ gefällt sich im zensieren von Leserzuschriften. Das machen fast alle. Ich wohne z.B. ein Teil des Jahre in Kassel, und die HNA ist, so glaube, Spitze im zensieren. Wenn ich nicht in Deutschland bin, dann lebe ich in Malaysia. Da muss ich sagen, da wird in den Zeitungen weniger zensiert als hier.

      Übrigens, das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche sind eine rühmliche Ausnahme. Eine Zensur habe ich da noch nicht festgestellt. Aber die FAZ verteidigt die Demokratie auf ihre Weise, mit Zensur.

    • 17.12.2011, 14:40 UhrAnonymer Benutzer: Xyler

      Da passt Karl Kraus wunderbar dazu, der in einem Aphorismus meinte: "Satiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten."

    • 17.12.2011, 20:30 UhrGung Bong

      Die Leserkommentare zum Thema Bundespräsidentenlügen waren sehr schnell (zur Tarnung natürlich mit dem Artikel) wieder verschwunden. Wahrscheinlich ein technisches Problem.
      Übrigens, ich lese erst die Kommentare, dann evtl. den Artikel.

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