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Diskussion: Kommentare zu: Angriff auf die Marktwirtschaft

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
    • 18.12.2011, 01:31 UhrPikAs

      Wer hat den Banken denn erst die Möglichkeiten zu diesen Geschäften an die Hand gegeben? Es war die damalige politische Führung aus Rot/Grün, vertreten durch Schröder und Fischer, die die Gesetze für die Finanzmarkte "liberalisierten" und dadurch unseren Banken diese Geschäfte erst ermöglichten. Es waren auch Schröder und Fischer mit ihren Parteien, die 2003 gemeinsam mit den Franzosen den Stabilitätspakt soweit aufweichten, daß die Probleme in den PIIGS-Staaten überhaupt erst so notorisch werden konnten.


      Damit haben Sie vollkommen recht. Schade nur, dass wir, die deutschen Steuerzahler, für die Fehler der Politik aufkommen sollen.

      Es gibt keinen Schuldenschnitt ohne einen Guthabenschnitt. Der ehemalige Top-Berater der Boston Consulting Group wurde zum Chef der Abteilung Finanzmarktpolitik in unserem Finanzministerium berufen.

      Die BCG hat bereits darüber nachgedacht, wie man im Falle eines Staatsbankrotts die Schulden reduzieren kann. Danach sollen Personen mit Vermögen über
      100 000,- Euro pro Person eine 25%ige Steuer entrichten.

      Hier nachzulesen:
      http://www.bcg.de/documents/file87307.pdf

      Wer glaubt jetzt noch an einen Zufall, dass Levin Holle nun bei uns im Finanzministerium sitzt, obwohl er dort nur 12% von dem verdient, was er bei der BCG bekommen hat?

      Das wäre auch was für die Redakteuer des HB.

  • 08.11.2011, 10:44 UhrBuerge-r

    Sehr richtig Herr Steingart und höchst wichtig mit Aufklärung der drohenden Volksverdummung durch politische intellektuelle und ökonomisch Möchtegerne und deren katastrophale Folgen zu begegnen. Weiter so!

    "Die Geldindustrie versuchte, Geld aus Geld zu schöpfen, und hat damit der Marktwirtschaft den bisher empfindlichsten Schlag versetzt."

    Bei der Gelegenheit könnte man noch erwähnen, dass die Nietenbanken (früher mal Notenbanken) angeführt durch die WallStreet eigene, führende Falschgeldbank der Welt FED in New York ein wichtiger Motor der "Geld aus und für Nichts" Produktion war, um den Abstieg Amerikas zu verschleiern und der Hochfinanz leistungslose Einkommen zuzuschranzen. Diese Dinge müssen endlich beim Namen genannt und die Konsequenzen gezogen werden, um das Überl an der Wurzel zu packen!

  • 08.11.2011, 10:46 UhrBrian100

    Wir haben eine Krise, weil sich einige Staaten hemmungslos überschuldet haben, weil Politiker für ihre Wohltaten gewählt werden wollten - und gewählt worden sind.
    Wenn sie jetzt sparen sollen, sind alle schuld - nur nicht sie selbst.
    Und die Presse, auch das Handelsblatt, unterstützt diese lächerliche Propaganda, auch noch.

    Aber klar, die Banken sind schuld, weil sie - gefördert von den von der Politik erlassenen - Eigenkapitalvorschriften, Staatsanleihen gekauft haben. Wie konnten sie nur?
    Wie würden denn die Zeitungsartikel aussehen, wenn die Banken keine Staatsanleihen aus der Eurozone gekauft hätten. Was wären sie dann? "Gottlose Vater- oder Eurolandsverräter". Böse Kapitalisten, die die "Vision" der Politik nicht verstanden haben oder boykottieren?

    Mal sehen, wann die "Brechung der Zinsknechtschaft" wieder kommt. Das war in den 30er Jahren ein gelungenes Wahlprogramm mit bekanntem Ausgang...

  • 08.11.2011, 10:51 UhrRadek

    Respekt und Hochachtung, Herr Steingart, Sie haben das Notwendige auf eine verbindliche Art gesagt, die dennoch nichts an Deutlichkeit vermissen ließ. Marktwirtschaft und markwirtschaftliches Denken, das genau weiß, Ideales ist auf dieser Welt nicht zu haben, höchstens Annäherungen daran verbunden mit dem Wissen um die Begrenzheit jedes menschlichen Handelns, ist heute angebrachter und nötiger als je zu vor in der Nachkriegsgeschichte Europas und seiner Staaten.
    Nochmals verbindlichsten Dank für diese klare Stellungnahme
    zu einem hochwichtigen Thema.

  • 08.11.2011, 11:10 UhrStrichnid

    Ein sehr schlechter Artikel. Wie sagte jemand mal so schön: Am leichtesten sind die Thesen zu widerlegen, die niemand aufgestellt hat. So richtet sich die Kritik der Occupy-Bewegung nämlich nicht hauptsächlich gegen den auf Märkten geregelten Austausch von Waren, sondern - genau wie Steingart erst auf Seite 4 erkennt - gegen die Pervertierung dieser Märkte, also der Marktwirtschaft insgesamt, durch kapitalistische Machtverschiebungen. Gegen den Abbau von Regulierungen. Gegen Intransparenz bei den Geschäften. Gegen Seilschaften aus Politik und Finanzwirtschaft, die sich in Personen wie Asmussen, Wiedmann und Steinbrück darstellt. Also gegen all das, gegen das auch Steingart schreibt. Wozu also diese künstliche Einnahme einer Gegenposition?
    Lächerlich wird die Analyse dann wieder, wenn sie versucht die Staaten und ihre Schulden als Hauptursache auszumachen. Dazu muss man sich nur einmal die Entwicklung der Verschuldungsquoten der Euro-Staaten vor der Bankenkrise 2007 ansehen. Nahezu überall gingen diese nach unten, waren zB in Irland und Spanien auf einem überaus vertretbarem Maß. Und auch in Summe aller Eurostaaten ging die Verschuldung relativ zum BIP nach unten, nicht nach oben! Dann kam Lehman.
    Dazu kommt, dass die Sichtweise, dass Schulden böse seien, höchst naiv ist. Unser Geldsystem beruht nun einmal auf Schulden. Wenn daran etwas zu kritisiern ist, dann höchstens die ungleiche Verteilung der Kehrseite davon: der Vermögen. Nur deren Schonung ist die wahre Ursache der derzeitigen Krise. Würden Vermögen angemessen an den Folgen beteiligt, gäbe es auch keine Staatsschuldenkrisen.

  • 08.11.2011, 11:11 Uhrhajo

    sehr geehrter Herr Steingart,
    treffender und mit bester Analyse der Fakten ist es Ihnen mit diesem Artikel gelungen und fundamentiert,
    die Bewegungen des Marktes zu beschreiben.
    Alle Hochachtung.
    Es wird Zeit, auf die Straße zu gehen .
    Zu demonstrieren für die freie soziale Marktwirtschaft, die unsere Väter und Mütter geschaffen haben.
    Wir müssen für kurze Zeit unser schärfstes Schwert in die Hand nehmen.
    Dieses Schwert nennt man im Umgangston - Geld - .
    Wir nehmen es von unseren Büchern und Konten und wandeln es um in Gold .
    Dann werden die untergehen, die uns so betrügen.
    Ein Neuanfang ist so gewährleistet.

    • 17.12.2011, 17:31 UhrAdamSchmitz

      Falsch! Der Staat, der uns betrügt und Inflation erzeugt, wird uns auch unser Gold wegnehmen!

      => Steuer auf Goldverkäufe, Abgabezwang zu festgesetztem Kurs bis hin zu Enteignung. Hat es alles schon gegeben!

  • 08.11.2011, 11:16 UhrHermann.12

    Es wurde auch Zeit, das endlich mal die politischen Gegensätze als Scheingefechte im sinne von Teile und Herrsche entlarvt werden.
    die Marktwirtschaft ist vor allem denen fremd, die gerne selbst bestimmen wollen was richtig ist und nicht von einem fairen Mechanismus bestimtm werden wollen. Es ist quasi einer elitärer Anmassung und Selbstüberschätzung geschuldet und uneingestanden nur für das soziale Wohlfgefühl der Angreifer sozial oder moralisch lackiert.

    H.

  • 08.11.2011, 11:18 UhrMahlzeit

    Bemerkenswerte Leistung für jemanden, der vor 1,5 Jahren noch dazu aufrief, Griechische Staatanleihen zu kaufen und damit die Bürger dazu bringen wollte genau das System zu stützen, das er jetzt kritisiert. Etwas spaßig finde ich daher auch, daß Sie persönlich nun über den Schuldenschnitt abstimmen wollen. Aber gut, wenigstens Sie haben es nun doch verstanden, wenn man in die FTD schaut, liest man immer noch den hirnlosen "wir retten alles" Quatsch. Und sehr richtig erkannt: zur Marktwirschaft gehört das Risiko der Insolvenz. Aber diese Regel gilt in der Tat seit Lehman nicht mehr.

  • 08.11.2011, 11:22 Uhrbadener1848

    ob die "unteren" Schichten je von diesen "Geschenken" der Politiker und Bankster
    wirklich profitiert haben, bezweifel ich doch sehr.
    Haben denn z.B.Arbeitnehmer wirklich in den Betrieben etwas zu sagen? Schein-Konsumwohltaten wiegen in keiner Weise demokratische Mitspracherechte und gegebene Besitzverhältnisse auf! Und da liegts doch sehr im Argen , nämlich Richtung 0!


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