Karachi
Viele Tote bei Überfall auf Flughafen-Terminal

Ausnahmezustand auf dem Flughafen im pakistanischen Karachi: Mehrere Angreifer haben ein Terminal überfallen, es waren Explosionen und Schüsse zu hören. Die Taliban haben sich mittlerweile zu dem Anschlag bekannt.
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KarachiBei einem Taliban-Angriff auf den internationalen Flughafen im pakistanischen Karachi sind in der Nacht zum Montag mindestens 27 Menschen getötet worden. Zehn mit automatischen Waffen und Granaten bewaffnete Männer stürmten kurz vor Mitternacht ein Terminal und lieferten sich ein stundenlanges Feuergefecht mit den Sicherheitskräften.

Erst in den frühen Morgenstunden gelang es der Armee, die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Der Angriff ist ein weiterer Dämpfer für die Bemühungen der Regierung von Ministerpräsident Nawaz Scharif, mit den radikal-islamischen Taliban in Friedensgespräche zu treten. Die anhaltenden Anschläge schrecken auch potenzielle ausländische Investoren ab, um die Scharif zur Belebung des Wirtschaftswachstums wirbt.

Terminal für Touristen und Geschäftsreisende

Unter den Toten waren Mitarbeiter der Fluggesellschaft Pakistan International Airlines und Sicherheitskräfte. Auch alle zehn Angreifer kamen ums Leben: Drei von ihnen sprengten sich selbst in die Luft, die übrigen wurden von den Sicherheitskräften getötet. Der Angriff ereignete sich in dem Terminal, in dem normalerweise Touristen und Geschäftsreisende abgefertigt werden.

Während des Feuergefechts rasten immer wieder Rettungswagen zu dem Flughafengebäude und transportierten Opfer ab. Mindestens drei laute Explosionen waren zu hören - offenbar als die Attentäter ihre am Körper befestigten Sprengsätze zündeten. Am Morgen stieg Rauch über dem Gebäude auf. Während der Kämpfe waren die Passagiere in Sicherheit gebracht worden. Alle Flüge wurden umgeleitet. Die Sicherheitsstufe wurde der Regierung zufolge an allen Flughäfen erhöht.

Die Attacke sei die Rache für Luftangriffe der pakistanischen Armee auf „Unschuldige“ in den Stammesgebieten nahe der Grenze zu Afghanistan, sagte ein Sprecher der islamistischen Extremisten, Shahidullah Shahid, am Montag. „Dies ist eine Botschaft an die pakistanische Regierung, dass wir noch am Leben sind.“

In Pakistan kämpfen Taliban und andere Extremisten seit mehr als zehn Jahren gegen die Regierung, tausende Menschen wurden dabei getötet. Die pakistanischen Taliban hatten Anfang März eine Waffenruhe ausgerufen, um Friedensgespräche mit der Regierung in Islamabad zu erleichtern. Wenig später kündigten sie die Waffenruhe jedoch auf. Seitdem nahm die Zahl der Anschläge wieder zu.

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Viele Tote bei Überfall auf Flughafen-Terminal

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Weiterer Anschlag nahe der Grenze zum Iran

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