Karikaturen-Streit: Iran droht europäischen Korrespondenten

Karikaturen-Streit
Iran droht europäischen Korrespondenten

Aus Protest gegen die Veröffentlichung umstrittener Mohammed-Karikaturen hat der Iran damit gedroht, europäischen Korrespondenten ein Arbeitsverbot zu erteilen.

HB TEHERAN. „Wenn die Zeitungen, die die Karikaturen veröffentlicht haben, sich nicht bei den Moslems entschuldigen, werden Einsätze ihrer Reporter im Iran verboten“, sagte Mohammed Hossein Choschwagt, Direktor der Abteilung für ausländische Medien im iranischen Kulturministerium der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem rief die Islamische Republik am Sonntag seinen Botschafter aus Dänemark zurück, wo die Zeichnungen im September erstmals veröffentlicht worden waren.

Am Vortag hatte der Iran angekündigt, seine Handelsbeziehungen zu den Staaten zu überprüfen, in denen die Karikaturen gedruckt wurden. Darunter ist auch Deutschland, das 12,8 Prozent der iranischen Importe beisteuert.

Die Karikaturen wurden am 10. Januar von einer norwegischen Zeitung nachgedruckt und im Laufe der vergangenen Woche außer in Deutschland von Blättern in Frankreich, Italien, Spanien, der Schweiz, Bulgarien, Polen und Neuseeland. Frankreich hat einen Anteil von 8,3 Prozent an den iranischen Importen, Italien 7,7 Prozent. Wichtige Importländer des viertgrößten Öllieferanten sind zudem China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Südkorea und Russland.

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