Katastrophale Bedingungen im irakischen Gefängnis Abu Ghraib
Zustände in Abu Ghraib waren die «Hölle»

Ein US-Militärpolizist hat die früheren Zustände im Abu-Ghraib-Gefängnis in Bagdad als «Hölle» beschrieben. Nicht einmal die Grundversorgung der Gefangenen sei sichergestellt gewesen.

HB BERLIN.

Am vierten Tag der Anhörungen zum Fall der Soldatin Lynndie England hat ein US-Militärpolizist von katastrophalen Bedingungen im irakischen Abu-Ghraib-Gefängnis berichtet. Die Zustände seien die «Hölle» gewesen, sagte Feldwebel Hydrue Joiner am Freitag in Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina. Laut Angaben des Militärpolizisten war in der Haftanstalt nicht einmal die Grundversorgung der Gefangenen sichergestellt. Weil es keine Regeln für den Umgang mit den Gefangenen gegeben habe, hätte niemand gewusst, «was wir tun sollten». Er deshalb aus eigenem Antrieb den Häftlingen Zahnpasta und Seife besorgt. Joiner hatte sich nach der Aussage eines Armee-Ermittlers intensiv um die Häftlinge gekümmert und war deshalb von ihnen als ihr «Retter» bezeichnet worden.

Bei der Anhörung soll entschieden werden, ob England der Prozess vor einem Militärgericht gemacht wird. Ihr drohen bis zu 38 Jahre Haft.

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