Katholiken fassen Marsch als Provokation auf
Unruhen nach Orianiermarsch in Belfast

Bei Ausschreitungen sind im nordirischen Belfast am Montagabend mindestens 25 Polizisten verletzt worden. Zu dem Zusammenstößen sei es nach einem traditionellen Oraniermarsch gekommen, berichtete der britische Sender BBC am Dienstagmorgen weiter.

HB BELFAST. Hunderte militante Katholiken und Protestanten hätten sich in Nord-Belfast gegenseitig mit Flaschen, Steinen und anderen Wurfgeschossen angegriffen. Die Sicherheitskräfte hätten versucht, die rivalisierenden Gruppen zu trennen, hieß es in lokalen Medienberichten weiter. Es seien Wasserwerfer eingesetzt worden, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Laut BBC wurden auch einige Oranier mit Flaschen und Steinen attackiert, als sie von einem Marsch zurückkehrten.

Die Polizei habe etwa 15 Soldaten zu Hilfe kommen müssen, die von wütenden Katholiken attackiert worden seien. Ein 51 Jahre alter Mann sei nach einem Herzinfarkt gestorben, hieß es in einem anderen britischen Medienbericht weiter.

Die traditionellen Oraniermärsche in Nordirland erinnern an die Schlacht am Fluss Boyne im Jahre 1690. Damals hatte der protestantische britische König Wilhelm von Oranien seinen gestürzten katholischen Vorgänger Jakob II. endgültig geschlagen. Die katholischen pro-irischen Einwohner fassen die Märsche als Provokation auf.

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