Kauf von Steuer-CDs Schweiz besteuert Honorar für Daten-CDs

Zwar dürfen die Steuer-CDs in der Schweiz nicht verkauft werden, Steuern für die illegale Daten sind aber trotzdem fällig. Die Erben des CD-Verkäufers erhielten jedenfalls eine Aufforderung des Finanzamts.
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Sie sind zwar verboten, die gezahlten Honorare müssen trotzdem versteuert werden: gekauften Daten aus der Schweiz. Quelle: ddp

Sie sind zwar verboten, die gezahlten Honorare müssen trotzdem versteuert werden: gekauften Daten aus der Schweiz.

(Foto: ddp)

Obwohl die Schweiz den Verkauf von Steuer-CDs für illegal erklärt hat, erhebt sie nach Zeitungsangaben Steuern auf dafür von Deutschland gezahlte Honorare. So verlange das Finanzamt Zürich Steuern in Höhe von 1,5 Millionen Franken (1,24 Millionen Euro) auf die 2010 von Nordrhein-Westfalen an den Verkäufer einer Daten-CD der Bank Credit Suisse überwiesenen 2,5 Millionen Euro, berichtete die „Neue Zürcher Zeitung“ (Donnerstag).

Demnach erhielten die Erben des CD-Verkäufers Wolfgang U. eine entsprechende Forderung des Finanzamtes. Der seinerzeit in der Schweiz wohnhafte Österreicher war ein halbes Jahr nach Überweisung des Millionen-Honorars festgenommen worden. Wenig später nahm er sich in der Untersuchungshaft das Leben. Die Familie von U. wehrt sich den Angaben zufolge gegen die Zahlungsforderung. Sie mache geltend, auf das CD-Honorar sei bereits in Deutschland Steuern gezahlt worden.

  • dpa
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3 Kommentare zu "Kauf von Steuer-CDs: Schweiz besteuert die Honorare für illegale Daten"

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  • Der seinerzeit in der Schweiz wohnhafte Österreicher war ein halbes Jahr nach Überweisung des Millionen-Honorars festgenommen worden. Wenig später nahm er sich in der Untersuchungshaft das Leben. (Zitat)

    Gottes Mühlen mahlen langsam – aber eben gründlich- könnte man dazu vielleicht sagen

  • Unterstellung:
    - 1 mio Startkapital, 10% Gewinn p.a. (incl. Zinseszins), keine Steuern = 2 Mio nach 10 Jahren für einen SH (Steuerhinterzieher) (nach 10 Jahren haben wir eine verjährung, wenn ich mich nicht täusche)
    - regulär versteuert (und weider vereinfcht) wären 26% Steuern auf die ZINSEN! angefallen = 260.000€
    - Nun hat der SH nix gezahlt, 2 Mio GUTHABEN auf dem Konto und wird mit 21% besteuert. = 420.000€
    - Es gibt sicherlich noch Randschäden, die die Beträge angleichen. Was ich allerdings nicht sehe ist, dass die 21-42% total danebengegriffen sind. Hab ich irgendwo einen Denkfehler?
    - Ich bin durchaus der Ansicht, dass Strafe sein muss - denke aber auch, dass ggf. der Geldzufluss dan den Staat in Form von jetzt einmaligen und später kontinuierlichen Zahlungen für Normalsterbliche wie MICH einen größeren Nutzen hat als die Genugtuung, dass ein SH hinter Gittern sitzt.

  • Die Steuererhebung auf Gewinne, die auf illegalem Wege erzielt wurden, ist gem. § 40 AO auch in Deutschland üblich.

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