Kaum Sicherheitsvorfälle
Uno: Hohe Wahlbeteiligung in Afghanistan

Laut Uno-Angaben war die Beteiligung an den Wahlen in Afghanistan sehr hoch. Die Mehrzahl der Präsidentschaftskandidaten kündigte aber an, das Ergebnis nicht anzuerkennen.

HB BERLIN. Die ersten freien Wahlen in Afghanistan sind auf eine rege Beteiligung der Bevölkerung getroffen. Dies gelte für das ganze Land, teilte ein Sprecher der Vereinten Nationen am Samstagabend in Kabul mit. Die von fast allen Kandidaten geäußerten Vorwürfen über Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung werde die Wahlkommission nachgehen. 14 der 18 Gegenkandidaten von Präsident Hamid Karsai kündigten an, das Wahlergebnis und die künftige Regierung nicht anzuerkennen.

>«Das ist unsere endgültige Entscheidung», teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit. «Eine neue, faire und transparente Wahl sollte sobald wie möglich abgehalten werden», hieß es weiter. Der Uno-Sprecher räumte ein, dass es einige Probleme gegeben habe, insbesondere mit der Tinte, mit der die Wähler am Daumen gekennzeichnet werden sollten, um Mehrfachabstimmungen zu vermeiden. Karsai sprach dagegen von einer «freien und fairen Wahl» und forderte seine Konkurrenten auf, die Entscheidung der Wähler zu respektieren.

Die unter hohen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführte Wahl verlief weitgehend friedlich. Laut dem Uno-Sprecher wurde ein Konvoi mit Wahlurnen in der Provinz Urusgan im Süden des Landes angegriffen. Dabei seien mehrere Polizisten getötet worden, den Tätern sei es aber nicht gelungen, die Urnen zu entwenden.

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