Kein Kurswechsel geplant
Putin in Tschetschenien

Russlands Präsident Wladimir Putin hat zwei Tage nach der Ermordung des tschetschenischen Präsidenten Achmat Kadyrowder die Kaukasusrepublik Tschetschenien besucht.

HB MOSKAU. Putin teilte erst am Dienstagnachmittag vor Regierungsmitgliedern in Moskau mit, dass er vormittags zu seinem fünften Besuch in Tschetschenien gewesen sei. Die Aufbauarbeit in der Teilrepublik werde trotz der Ermordung Kadyrows fortgesetzt, erklärte Putin nach Angaben des Kremls. Die Suche nach den Tätern des Anschlags vom Sonntag mit sechs Toten und knapp 60 Verletzten brachte keine neuen Ergebnisse.

„Die Grundlagen der Wiedergeburt Tschetscheniens - militärisch, rechtlich, organisatorisch - sind so stabil, dass niemand diesen Prozess umkehren kann“, sagte Putin. Er entsandte Wirtschaftsminister German Gref nach Tschetschenien, um sich vor Ort zu informieren und weitere notwendige Hilfen zu leisten. Die örtliche Polizei werde um 1125 Mann aufgestockt. Gleichzeitig begannen Vorbereitungen auf die Präsidenten-Neuwahl in der Teilrepublik im September.

Nach dem Anschlag in einem Fußballstadion der tschetschenischen Hauptstadt Grosny gerieten Bauarbeiter sowie der Sicherheitsdienst Kadyrows in das Blickfeld der Ermittler, weil der Sprengsatz in der Tribüne einbetoniert war. Ein Gericht in der Stadt Rostow am Don sprach am Dienstag vier russische Soldaten einer Sondereinheit vom Vorwurf des Mordes an Zivilisten in Tschetschenien frei.

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