Kein Lebenszeichen der japanischen Geiseln
Gefechte trotz Feuerpause in Falludscha

Seit Ostersonntag gilt der Waffenstillstand in Falludscha. Das hindert einzelne Aufständische nicht daran, sich Scharmützel mit den besatzungstruppen zu liefern. Vertreter des irakischen Regierungsrates haben trotz allem mit Aufständischen über eine Verlängerung des Waffenstillstands verhandelt.

HB FALLUDSCHA. Die Rebellen warfen den US-Truppen vor, die Feuerpause gebrochen zu haben. Die US-Armee hat angekündigt, ihre Offensive in der rund 50 Kilometer westlich von Bagdad gelegenen Stadt fortzusetzen, sollten bei den Gesprächen keine Fortschritte erzielt werden. Bei den Gefechten in Falludscha sind nach Krankenhausangaben mehr als 600 Iraker getötet worden.

Die Lage der drei entführten Japaner war am Montag weiter unklar. Japans Ministerpräsident Junichiro Koizumi bekräftigte, die Forderung der Entführer nicht zu erfüllen, die japanischen Truppen aus dem Irak abzuziehen. China forderte die Freilassung von sieben Landsleuten, die am Sonntag entführt worden waren.

Die Gespräche über eine Verlängerung des Waffenstillstands seien am Morgen wieder aufgenommen worden, verlautete aus politischen Kreisen. Bewohner Falludschas berichteten, vor dem Morgengrauen seien Explosionen und Gewehrfeuer zu hören gewesen. US-Kampfhubschrauber hätten über der Stadt gekreist. Am Morgen seien die Gefechte abgeflaut. US-Soldaten hatten Falludscha in der vergangenen Woche abgeriegelt. Sie fahnden in der Stadt nach den Verantwortlichen für den Tod von vier Amerikanern, deren Leichen Ende März geschändet worden waren.

Nach Angaben der US-Armee wurden am Sonntag drei amerikanische Soldaten bei einem Angriff westlich von Bagdad getötet. Nahe dem Flughafen der Hauptstadt wurde am selben Tag ein Hubschrauber der US-Armee abgeschossen. Dabei kamen die beiden Besatzungsmitglieder ums Leben.

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