Kein Mitglied des Übergangsrates habe Führungsqualitäten gezeigt
Irakis zweifeln an Fähigkeiten der USA

Die Unterstützung für den Widerstand gegen die US-Besatzungstruppen manifestiert sich in der irakischen Bevölkerung immer stärker. Einen Bericht dazu legte jetzt der US-Geheimdienstes CIA vor.

HB WASHINGTON. Grund dafür seien Zweifel an der Fähigkeit der USA, den Aufstand niederzuringen, verlautete am Mittwoch aus US-Regierungskreisen. Auch das aggressive Vorgehen der US-Armee desillusioniere viele Iraker. Wenn die Lage nicht in den Griff gebracht werde, laufe US-Präsident George W. Bush Gefahr mit seinem Bemühen zu scheitern, den Irak zu demokratisieren.

In dem als geheim eingestuften und zuerst von der Zeitung „Philadephia Inquirer“ veröffentlichten Bericht hieß es weiter, kein Mitglied des von den USA ernannten Übergangsrates noch sonst ein Politiker habe die Führungsqualitäten gezeigt, um das Land führen zu können.

Der US-Zivilverwalter im Irak, Paul Bremer, sagte nach Gesprächen mit Bush in Washington, „offensichtlich versuchen die Terroristen dem irakischen Volk einzureden, dass die USA nicht Kurs halten werden (...) Aber dies wird nicht funktionieren. Ich glaube nicht, dass sich die Iraker einschüchtern lassen.“ Zuvor hatte Bush Bremer dazu gedrängt, den Prozess zur Machtübergabe an die Iraker zu beschleunigen.

Am Mittwoch wurden im südirakischen Nassirijah durch die Explosion einer Autobombe in einem Stützpunkt italienischer Militärpolizisten 19 Italiener und neun Iraker getötet. Der italienische Kommandeur Giorgio Cornacchione sagte der Nachrichtenagentur ANSA, es seien vier Selbstmordattentäter gewesen, die in zwei Fahrzeugen zwischen 150 und 300 Kilogramm Sprengstoff gezündet hätten. Die US-Besatzungstruppen sind nahezu täglich Ziel von Angriffen. Die USA machen Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein und ausländische Moslem-Extremisten für die Taten verantwortlich.

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