Kein Netzzugang: Syrer müssen auf Internet und Telefon verzichten

Kein NetzzugangSyrer müssen auf Internet und Telefon verzichten

Die Syrer sind ohne Netz. Sowohl das Internet als auch das Telefonnetz funktionieren nicht mehr. Die Rebellen glauben nicht an ein technisches Problem.
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Damaskus/San FranciscoDie Menschen im Bürgerkriegsland Syrien haben keinen Zugang mehr zum Internet. Auch die herkömmlichen Mobil- und Festnetz-Telefone funktionierten nicht mehr, sagten am Mittwoch Flüchtlinge und Revolutionsaktivisten, von denen einige Satellitenverbindungen nutzen.

Die US-Internet-Firma Umbrella Security Labs teilte mit, dass der Datenverkehr zwischen Syrien und den Google-Servern seit Dienstagabend ausgefallen ist. Auch die Netz-Präsenz der syrischen Staatsmedien war am Mittwoch noch unterbrochen.

Revolutionsaktivisten sagten, sie glaubten nicht an ein technisches Problem, sondern vermuteten eine absichtliche Störung der Kommunikation durch die Regierung von Präsident Baschar al-Assad. Sie werfen der Regierung seit längerem vor, vor wichtigen Gefechten die regionale Kommunikation zu stören, um die Abstimmung zwischen den Rebellen und die Verbreitung von Nachrichten über Kriegsverbrechen zu erschweren. Ende November 2012 war der Internet-Zugang landesweit fast drei Tage lang unterbrochen worden.

Die Rebellenbrigade Märtyrer von Jarmuk teilte im Online-Netzwerk Facebook mit, sie habe am Vortag in der Nähe der Waffenstillstandslinie mit Israel vier Angehörige der UN-Friedenstruppe verschleppt. Die Blauhelme stammen nach diesen Angaben von den Philippinen. Sie seien „zu ihrem eigenen Schutz“ festgesetzt worden, da es in dem Gebiet am Dienstag Kämpfe zwischen der Freien Syrischen Armee und den Regierungstruppen gegeben habe, hieß es in einer Erklärung der Brigade.

Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass syrische Rebellen in dem Gebiet Blauhelm-Soldaten entführen. Deren Aufgabe ist es, die Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens von 1974 zwischen Syrien und Israel zu überwachen.

Rebellen schossen während eines Gefechts in der Umgebung eines seit Monaten umkämpften Militärflughafens in der Provinz Aleppo nach eigenen Angaben in der Nacht ein Kampfflugzeug ab. Nach Angaben von Aktivisten kam bei den Gefechten um den Flughafen Minigh einer ihrer Kämpfer ums Leben. Bis zum Mittag zählten die Regimegegner landesweit 28 Tote.

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