Kein Zucker
Venezuela produziert keine Coca-Cola mehr

In Venezuela wird keine Coca-Cola mehr produziert: Wegen Zuckermangels wurde die Herstellung der Limonade gestoppt. Auch andere ausländische Unternehmen mussten ihre Produktion bereits drosseln oder ganz einstellen.

CaracasIn Venezuela ist die Produktion von Coca-Cola-Brause wegen Zuckerknappheit gestoppt. Die Lieferanten hätten den Konzern informiert, dass aufgrund fehlender Rohstoffe die Zucker-Herstellung derzeit ruhe, sagte eine Sprecherin.

Entsprechend könne auch die Brause nicht produziert werden. Venezuela steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Bevölkerung leidet unter einem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten sowie unter extremer Inflation. Auch Strom ist knapp.

Mehrere ausländische Unternehmen mussten ihre Produktion bereits drosseln oder gar ganz einstellen, darunter der Lebensmittelriese Kraft Heinz und das Haushaltswaren- und Chemieunternehmen Clorox. Der venezolanische Lebensmittelkonzern Empresas Polar musste im April wegen fehlender Gerste seine Bierproduktion einstellen.

Ein weiteres Spitzenunternehmen verlässt das Land: Reifenhersteller Bridgestone sieht nach 62 Jahren keine Zukunft mehr in Venezuela. Die Geschäfte werden an die lokale Industriegruppe Grupo Corimon verkauft, wie Bridgestone Americas am Montag mitteilte.

Brasilien und Argentinien wollen gemeinsam bei der Suche nach einer Lösung der politischen Krise in Venezuela behilflich sein. Das gab der amtierende brasilianische Außenminister José Serra am Montag nach einem Treffen mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri in Buenos Aires bekannt. Es war Serras erster Staatsbesuch, seit er sein Amt nach der Suspendierung von Präsidentin Dilma Rousseff angetreten hatte.

„Wir sind in Bezug auf Venezuela in Alarmbereitschaft“, sagte Serra. Das Land befinde sich in einer kritischen Situation, in der Brasilien und Argentinien einen Weg zur Aussöhnung finden wollten.

Venezuela steckt nicht nur in einer erheblichen wirtschaftlichen Krise, sondern hat darüber hinaus auch noch mit einer Pattsituation zwischen der Regierung und der Opposition zu kämpfen, die im Parlament in Caracas die Mehrheit innehat. Umfragen zeigen, dass die meisten Venezolaner Nicolás Maduro nicht mehr als ihren Präsidenten wollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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