Keine Bestätigung für Bin-Laden-Einkreisung: Taliban drohen Wählern mit dem Tod

Keine Bestätigung für Bin-Laden-Einkreisung
Taliban drohen Wählern mit dem Tod

Die radikalislamischen Taliban-Rebellen haben Wähler vor der für Juni geplanten ersten freien Wahl in Afghanistan mit dem Tode bedroht.

HB ISLAMABAD/KABUL. Registrierung für die Wahl sei „gleich bedeutend mit Sklaverei unter den USA“, heißt es nach Angaben der in Pakistan ansässigen afghanischen Nachrichtenagentur AIP vom Montag in einem Flugblatt, das die Rebellen in der ostafghanischen Provinz Laghman verteilten. „Unter dem Islam müssen diejenigen, die sich registrieren lassen, getötet werden.“

Nach der Mobilisierung pakistanischer Truppen gegen Kämpfer der Taliban und des Terrornetzwerks El Kaida sagte der Regierungsvertreter im Grenzgebiet Süd-Waziristan, Mohammad Azam Khan, Rebellen würden aus der Region fliehen. Er schloss am Sonntagabend aber aus, dass El-Kaida-Führer in der Gegend seien. Eine Bestätigung für den Bericht einer britischen Boulevard-Zeitung vom Sonntag, wonach Osama bin Laden im Grenzgebiet eingekreist sei, gab es weiterhin nicht. Entgegen Aussagen des Militärs vom Samstag deutete Pakistans Außenminister Khurshid Kasuri an, festgenommene ausländische Rebellen könnten an die USA ausgeliefert werden.

Nach dem Angriff auf den Piloten und die Passagiere eines zivilen amerikanischen Hubschraubers nahmen US-Truppen in der südafghanischen Provinz Kandahar am Montag die Jagd auf den Täter auf. Der Sprecher der US-Streitkräfte in Afghanistan, Oberst Bryan Hilferty, sagte in Kabul, die rund 100 US-Soldaten unterstützten afghanische Truppen. Nach Hilfertys Angaben wurden bei dem Angriff am Sonntag der Pilot getötet und drei Menschen verletzt, zwei davon schwer. Zu ihren Nationalitäten machte er keine Angaben. Afghanische Sicherheitskräfte in Kandahar, das als Hochburg der Ende 2001 gestürzten Taliban galt, hatten zunächst von vier Toten gesprochen.

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