Keine fairen Chancen für schwächere Länder
Ilo: Globalisierung so fair wie möglich gestalten

Zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung aufgerufen, um die Globalisierung so fair wie möglich zu gestalten, hat die Internationale Arbeitsorganisation Ilo hat die Staatengemeinschaft aufgerufen.

HB BERLIN. „Soziale und ökonomische Sicherheit ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für Wirtschaftswachstum und gesellschaftliche Stabilität“, sagte Ilo- Generalsekretär Juan Somavia am Donnerstag in Berlin. Im derzeitigen System gebe es für schwächere Länder keine fairen Bedingungen - weder bei den Handels- und Finanzbeziehungen noch bei der Zuwanderung.

Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) mahnte nach einem Treffen mit Somavia die weltweite Einhaltung von Mindestsozialstandards an. Es könne nicht sein, dass als Folge der Globalisierung die Arbeitnehmerrechte in Industrieländern ausgehöhlt würden und zugleich Menschen in Entwicklungsländern unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssten.

Somavia hält sich anlässlich der Eröffnung der deutschen Ilo- Vertretung in Berlin auf. Er trifft am Freitag unter anderen Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzler Gerhard Schröder und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD).

Das deutsche Ilo-Büro wird von neuen Direktor Wolfgang Heller geleitet, der für zunächst zwei Jahre vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit freigestellt wurde. Im Ministerium war er unter anderem für die Themen Internationale Beschäftigung und Sozialpolitik zuständig. Deutschland leistet rund zehn Prozent der Ilo-Beiträge und ist nach den USA und Japan drittgrößter Beitragszahler.

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