Keine Finanzspritze für Allitalia
Italiens Finanzminister weist Kritik der Ratingagenturen zurück

Italiens Wirtschafts- und Finanzminister Tommaso Padoa-Schioppa setzt sich gegen die Rückstufung der Kreditwürdigkeit seines Landes durch zwei Ratingagenturen zur Wehr. Zudem schloss er eine mögliche Finanzspritze für die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia aus.

ROM. „Der Arzt kommt erst an, wenn es dem Patienten schon besser geht“, sagte Padoa-Schioppa dem Handelsblatt. Standard & Poor’s und Fitch hatten am Donnerstag die Bonitätsnote der langfristigen Verbindlichkeiten des Landes gesenkt und dies mit Finanzproblemen begründet. „Die Kritik der Ratingagenturen an unserem Budget beruht nicht auf einer sauberen Analyse der Fakten, sondern spiegelt in erster Linie Zweifel an der politischen Durchsetzbarkeit der Konsolidierungspläne wider“, sagte Padoa-Schioppa. Er ist sicher, dass das Rating seines Landes in zwölf bis 18 Monaten wieder besser sein wird als heute, wenn der geplante Konsolidierungskurs eingehalten wird.

Eine mögliche Finanzspritze für die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia schloss der Finanzminister aus. „Die Zeit für staatliche Interventionen ist längst vorbei. Und das ist auch gut so. Die Regierung wird als größter Alitalia-Aktionär versuchen, eine Lösung im Sinne des Marktes zu finden, das heißt, die Marktregeln werden in jedem Fall respektiert“, sagte Italiens Finanzminister.

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