Keine Kandidatur
Gore will nicht US-Präsident werden

Al Gore will nicht mehr: Der Friedensnobelpreisträger 2007 hat alle Spekulationen um eine mögliche Kandidatur für die US-Präsidentschaft beendet. Ob ihm der Preis beim eigenen Wahlvolk geholfen hätte, darf angesichts jüngster Umfragen ohnehin bezweifelt werden.

HB OSLO. Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore will nicht noch einmal für die US-Präsidentschaft kandidieren. Das sagte der jüngst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Politiker dem norwegischen Rundfunksender NRK. Er führe eine andere Art von Kampagne, nämlich eine weltweite Kampagne für einen Bewusstseinswandel angesichts der drohenden Klimakatastrophe, sagte Gore.

Gore war am Freitag für sein Umweltengagement gemeinsam mit dem Weltklimarat (IPCC) mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden. Das hatte Spekulationen Nahrung geben, Gore könnte bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr erneut seinen Hut in den Ring werfen. Gore war bei der Wahl im November 2000 nur äußerst knapp dem heutigen Amtsinhaber George W. Bush unterlegen.

Die hohe internationale Auszeichnung hat Gore ohnehin keinen Popularitätsschub beim amerikanischen Wählervolk gebracht. So erklärten bei einer Meinungsumfrage am Dienstag 54 Prozent der Amerikaner, sie seien gegen eine Kandidatur Gores, 41 befürworteten sie dagegen. Im März lagen diese Werte bei 57 zu 38 Prozent. Selbst in seiner eigenen Demokratischen Partei hätte eine Kandidatur Gores nur eine Zustimmung von aktuell 48 Prozent.

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