Keine Korruption
Annan muss Kritik wegen Fehlern bei Irak-Programm einstecken

Unabhängige Ermittler haben UN-Generalsekretär Kofi Annan am Dienstag Fehler und Irrtümer im Zusammenhang mit dem Irak-Hilfsprogramm der Vereinten Nationen vorgeworfen. Insbesondere habe er die Möglichkeit eines Interessenkonflikts durch die Tätigkeit seines Sohnes Kojo für eine am Irak-Programm beteiligte Schweizer Firma falsch eingeschätzt.

HB NEW YORK. Jedoch wird Annan in dem bislang zweiten Bericht der Kommission zur Untersuchung des Irak-Programms unter Leitung des früheren US-Notenbankchefs Paul Volcker in keiner Weise der Korruption verdächtigt. Annan habe daher auch nicht die Absicht, von seinem Amt zurückzutreten, erklärte des Sprecher Fred Eckhard bereits vor der Übergabe des Berichtes an den UN-Generalsekretär. Zudem träfen Medienberichte nicht zu, wonach Annan wegen der Ermittlungen sowie wiederholter Forderungen neokonservativer US-Kreise nach seinem Rücktritt unter Depressionen leide.

Die Ermittler halten Annan nach Angaben von UN-Diplomaten vor, er sei nicht aktiv genug gegen einen möglichen Konflikt durch die Vergabe eines lukrativen UN-Auftrags an die Firma Cotecna vorgegangen, die seinen Sohn für eine Beratertätigkeit bezahlte. Annan wollte sich am Dienstagabend nach dem genauen Studium des Berichtes vor der Presse äußern.

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