Keine Verletzten
Explosionen erschüttern Pristina

Drei Explosionen haben am Wochenende das Zentrum von Pristina erschüttert. Der Polizei zufolge wurde niemand verletzt. Jede Gewalt droht die für Herbst geplanten Gespräche über die politische Zukunft der Provinz zu verzögern.

HB PRISTINA. Ein Sprecher der Behörde sagte, die Explosionen hätten sich nahe dem Sitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), unweit des Parlaments und vor dem UN-Hauptquartier ereignet. Alle drei Orte liegen in einem Umkreis von rund 500 Metern. „Es gibt keine Opfer“, sagte ein Sprecher der Kosovo-Polizei der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Reuters-Reporter sagte, die Explosion vor dem UN-Gebäude habe sich auf dem Parkplatz des Hauptquartiers ereignet. Drei weiße UN-Fahrzeuge seien beschädigt worden.

Bei den Anschlägen sind keine Bundeswehrsoldaten gefährdet worden. Das teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag in Berlin mit. In Pristina liegt das Hauptquartier der KFOR- Truppe, in dem auch Deutsche tätig sind. Das allermeisten der 2600 deutschen KFOR-Soldaten sind in Prizren stationiert.

Der Kosovo gehört zu Serbien, wird jedoch seit dem Eingreifen der Nato gegen das serbische Militär im Jahr 1999 von den Vereinten Nationen (UN) verwaltet. Die serbischen Kräfte versuchten damals die mehrheitlich albanischstämmige Bevölkerung des Kosovo zu vertreiben. Die zwei Millionen Albaner der Provinz fordern seither eine Unabhängigkeit des Gebiets. Derzeit überprüft die UN, ob die Provinz für Verhandlungen über den endgültigen Status des Gebiets bereit ist. Die Gespräche könnten westlichen Diplomaten zufolge im September beginnen.

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