Keine Versöhnung
Saakaschwil ist für Russland "geisteskrank"

Hunderte Menschen starben im Krieg zwischen Russland und Georgien - drei Jahre danach gedenken Tausende der Opfer. Die Fronten bleiben indes verhärtet: Russlands Außenminister nennt Georgiens Präsident gar "geisteskrank".
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Drei Jahre nach dem Südkaukasuskrieg hat Russland eine Versöhnung mit dem Nachbarland Georgien während der Amtszeit von Präsident Michail Saakaschwili ausgeschlossen. Saakaschwili sei „geisteskrank“, sagte Außenminister Sergej Lawrow nach Angaben der Agentur Interfax. Im Gegenzug warf Tiflis Moskau die Besetzung seiner Gebiete Abchasien und Südossetien sowie den Bruch internationalen Rechts vor.

Tausende Menschen gedachten in der Region der Opfer des fünftägigen Krieges. Trauernde legten in der Nacht zum Montag an vielen Orten in Georgien sowie in den abtrünnigen Gebieten Südossetien und Abchasien Blumen nieder oder stellten Lichter auf. Der südossetische Präsident Eduard Kokojty warf Georgien erneut eine schwere militärische Aggression gegen die Gebietshauptstadt Zchinwali vor. „Zchinwali wurde zum Stalingrad des Kaukasus“, sagte der kremltreue Kokojty.

Demonstrativ am dritten Jahrestag des Krieges gab Kremlchef Dmitri Medwedew in Moskau Militärabkommen mit Abchasien und Südossetien zur Ratifizierung an die Staatsduma weiter. Russland baut dort seine Armeepräsenz trotz internationaler Proteste aus. Bei einer Zeremonie in Südrussland ehrte Medwedew dutzende Kriegsveteranen.

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