Keine Zugeständnisse an Hassan-Entführer
Allawi setzt auf politische Lösung in Falludscha

Der irakische Ministerpräsident Allawi will vorerst kein Militär gegen die Aufständischen in Falludscha einsetzen. Zugeständnisse an die Entführer der irakischen Care-Chefin schloss er aus.

Der irakische Ministerpräsident Ijad Allawi will seine Drohung eines massiven Militäreinsatzes gegen die Rebellen in Falludscha vorerst nicht wahrmachen. Die Übergangsregierung werde zunächst alle politischen Mittel ausschöpfen, sagte Allawi in einem Interview des US-Fernsehsenders Fox News.

Eine Militäraktion bleibe jedoch eine denkbare Option, falls alle anderen Bemühungen scheiterten, fügte er hinzu. Es werde alles getan, um den Irak sicher zu machen.

In der vergangenen Woche hatte Allawi die Einwohner von Falludscha ultimativ aufgefordert, den dort vermuteten jordanischen Terroristen Abu Mussab al Zarqawi nicht mehr zu schützen. Andernfalls müssten sie mit einem massiven Militäreinsatz rechnen.

Allawi schloss in dem Fernsehinterview zudem jegliche Zugeständnisse an die Entführer der Irak-Chefin der Hilfsorganisation Care aus. Niemand werde ihren Forderungen nachgeben, sagte er. Er bezeichnete die entführte Margaret Hassan bezeichnete Allawi als «großartige, würdevolle Dame», die viel für den Irak getan habe. Es sei eine «Schande», dass sie in dem Land entführt worden sei.

Hassan war am Dienstag in Bagdad auf dem Weg zur Arbeit entführt worden. Die gebürtige Irin besitzt die britische und die irakische Staatsangehörigkeit und lebt seit 30 Jahren im Irak.

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