Keinen Zweifel an Besitz von 14 Kilogramm Plutonium
Südkorea stellt Atomwaffenbesitz von Nordkorea in Frage

Mit einer großen Portion Skepsis hat Südkorea auf die Äußerung von Nordkorea regiert, das in der vergangenen Woche den Besitz von Atomwaffen zugegeben hat. Es gebe derzeit noch keinen Beweis für diese Behauptung, sagte Südkoreas Wiedervereinigungsminister Chung Dong Young am Montag vor dem Parlament in Seoul.

HB SEOUL. Nordkorea habe seine Behauptung bislang nicht durch einen Atombombentest belegt. Daher sei es verfrüht von Nordkorea als Atommacht zu sprechen. Vermutlich versuche das Land, mit seiner Behauptung seine Verhandlungsposition im Streit um sein Atomprogramm zu verbessern. Nordkorea hatte am Donnerstag erstmal den Besitz von Atomwaffen eingeräumt. Zugleich erklärte es seinen Rückzug aus den Gesprächen mit Südkorea, den USA, China, Japan und Russland.

„Es gibt keinen Zweifel, dass Nordkorea zehn bis 14 Kilogramm Plutonium besitzt, aber es gibt keine Beweise, dass der Norden daraus Atombomben hergestellt hat“, sagte Chung. Zudem fehle es an Belegen für Atomwaffentests. Das südkoreanische Verteidigungsministerium geht bislang davon aus, dass Nordkorea vermutlich ein bis zwei Atomwaffen besitzt. Andere Experten schätzen, dass Nordkorea genügend Nuklear-Material zum Bau von bis zu acht Atombomben besitzt. Allerdings sei nicht klar, ob das Land auch Atomwaffen hergestellt habe.

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