KFOR zieht ab
Serben verteidigen Blockaden im Nordkosovo

Die internationale Schutztruppe KFOR hat sich aus dem Nordkosovo zurückgezogen. Den KFOR-Soldaten war es nicht gelungen, die vor einem Monat errichteten serbischen Barrikaden zu beseitigen.
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Pristina/BelgradDie internationale Schutztruppe KFOR ist mit dem Versuch gescheitert, die serbischen Barrikaden im Nordkosovo zu beseitigen. KFOR-Soldaten gelang es am Samstag nicht, die vor einem Monat errichteten Sperren in den Orten Zupce, Jagnjenica und Rudare abzubauen, weil mehrere Hundert Serben die Blockaden verteidigten, wie beide Seiten übereinstimmend berichteten. Unter dem Jubel der Serben zogen sich die KFOR-Einheiten am Morgen wieder zurück.

Am Samstag sollte es neue Verhandlungen zwischen den Bürgermeistern der vier serbischen Gemeinden und dem deutschen KFOR-Kommandeur Erhard Drews geben, kündigten die Serben an. Nach unbestätigten Berichten sollen auch die EU-Rechtsstaatsmission (Eulex) und die UN mit am Verhandlungstisch sitzen.

Der Bürgermeister von Zubin Potok, Slavisa Ristic, stellte für dieses Gespräch serbische Bedingungen. Seine Landsleute bauten die rund 20 Straßensperren nur ab, falls die Zöllner und Polizisten der albanisch dominierten Kosovo-Regierung von den beiden umkämpften Grenzübergängen Jarinje und Brnjak abgezogen würden. Das hatten die USA und große Teile der EU sowie KFOR und Eulex bisher abgelehnt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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