Kidnapper drohen mit Ermordung
Zwei Bulgaren im Irak entführt

In Irak sind zwei bulgarische Lastwagenfahrer entführt worden. Die Kidnapper drohen mit der Ermordung der Geiseln. Das bestätigte die bulgarische Regierung am Freitag in Sofia. Die beiden Männer seien auf dem Weg von Syrien entführt worden, hieß es.

HB SOFIA/BAGDAD. Nach einer nächtlichen Krisensitzung betonte Außenminister Solomon Passi am Morgen im privaten Fernsehen bTV, Bulgarien werde seine Außenpolitik „wegen Entführern“ nicht ändern. Die Außenpolitik dürfe nicht von privaten Interessen diktiert werden.

Passi verwies darauf, dass das Außenministerium vor der gefährlichen Fahrtroute durch den Irak gewarnt habe. Er rief erneut alle Bulgaren dazu auf, den Irak zu meiden. Die Entführer haben nach einem vom arabischen Sender El Dschasira ausgestrahlten Video gefordert, die US-geführten Koalitionstruppen müssten innerhalb von 24 Stunden alle irakischen Häftlinge freilassen. Andernfalls würden sie ihre beiden Geiseln umbringen.

Der Krisenstab in Sofia geht davon aus, dass die Enführung im Zusammenhang mit der Stationierung von knapp 500 bulgarischen Soldaten im Irak steht. Man hoffe auf eine Verlängerung des Ultimatums und stehe mit den US-Behörden in Kontakt, hieß es.

Die Entführer gehören nach dem Video der Gruppe El Tawhid wa El Dschihad an, als deren Anführer der Jordanier Abu Mussab el Sarkawi gilt. Die Gruppe soll für die Enthauptung eines US-Bürgers und eines Südkoreaners verantwortlich sein.

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