Kiew und Separatisten
Neue Verhandlungen über Ostukraine

Den prorussischen Aufständischen geht ein von Kiew angebotener Sonderstatus für die Ostukraine nicht weit genug. Viele von ihnen wollen die Unabhängigkeit.
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MinskZwei Wochen nach Beginn einer Waffenruhe in der Ostukraine wollen Vertreter Kiews und der prorussischen Separatisten über den Status der Konfliktregion verhandeln. Bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Minsk wollten die Aufständischen am Freitag weiter auf eine Unabhängigkeit der Gebiete Donezk und Lugansk dringen, wie Separatistenführer Miroslaw Rudenko sagte. Als Vertreter Kiews erwartet der frühere ukrainische Präsident Leonid Kutschma schwierige Verhandlungen in der weißrussischen Hauptstadt.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte den Separatistengebieten zuletzt für drei Jahre einen Sonderstatus mit Selbstverwaltungsrechten per Gesetz eingeräumt. Eine Unabhängigkeit der Gebiete lehnt er ab. Doch auch in der Ostukraine gehen die Meinungen über die Zukunft der Region auseinander: Die Forderungen reichen von einer Autonomie innerhalb der Ukraine über eine Unabhängigkeit bis hin zu einem Beitritt zu Russland. Die Gespräche unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und Russlands sollten am Nachmittag beginnen.

Bei ihren jüngsten Verhandlungen am 5. September hatten die Konfliktparteien eine Feuerpause beschlossen, die aber brüchig ist. Zu Besuch bei US-Präsident Barack Obama in Washington äußerte Poroschenko am Mittwoch (Ortszeit) die Hoffnung, dass die Waffenruhe zu „dauerhaftem Frieden“ führe.

Bitten der Ukraine um Waffenlieferungen aus den USA erteilte Obama aber eine Absage. Allerdings erhöht die Führung in Washington ihre Unterstützung für Kiew um 46 Millionen Dollar (36,6 Millionen Euro). Sieben Millionen Dollar sind demnach außerdem für humanitäre Hilfe gedacht. Zuvor hatten die USA bereits 60 Millionen Dollar zugesagt. „Wir unterstützen nicht nur mit Worten“, sagte Obama beim Treffen mit Poroschenko. Zur Bewältigung der Energiekrise schicken die USA in der kommenden Woche mehrere Experten in die Ukraine, hieß es auf der Internetseite von Poroschenko.

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  • >> Den prorussischen Aufständischen geht ein von Kiew angebotener Sonderstatus für die Ostukraine nicht weit genug. <<

    Die Kiewer Junta muß so langsam begreifen, dass sie mit einem Volk, dass sie zusammengebombt hat, Tausende Zivilisten getötet, verkrüppelt, vertrieben, um ihre Existenz gebracht hat, KEINE gemeinsame Zukunft mehr hat !

    Deswegen können die Hauptpunkte der Verhandlungen nur bedeuten :

    - sofortiger Rückzug der Junta aus den Regionen Lugansk und Donetzk

    - Anerkennung von Novorossia

    - Entschädigung der Opfer

    Alles andere ist indiskutabel und zum Scheitern verurteilt.

  • Miroslaw Rudenko ist also kein wild um sich schießender, bis über beide Ohren bewaffneter, schwer vermummter Rüpel - sieht auf diesem Bild hier jedenfalls nicht danach aus - sondern Verhandlungsführer der Separatisten. Darf man nach dieser Blitzkarriere auf das diplomatische Parkett vielleicht endlich einmal erfahren, mit wem hier die ukrainische Regierung, OSZE und Russland verhandeln? So ein Lebenslauf ist doch interessant, und dann die Frage, wie russisch bzw. ukrainisch denkt denn der junge Mann. Wie wär es gar mit einem Interview? Der Leibesumfang von Kate Middleton interessiert mich da weniger.

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