Kim Jong Un freut Raketentest

Nordkorea hat „volle Fähigkeit für einen Atomangriff“

Nordkoreas staatliche Medien feiern den jüngsten Raketentest des Landes: Staatschef Kim Jong Un habe „mit Stolz“ festgestellt, dass sein Land nun „in die erste Reihe der Militärmächte aufgerückt sei“.

Nordkorea ist nach eigenen Angaben bereit für atomare Angriffe

Nach dem jüngsten Raketentest sieht Nordkoreas Führung das militärische Angriffspotenzial der Landes deutlich gestärkt. Der Start der ballistischen Rakete von einem U-Boot aus sei unter Anleitung von Machthaber Kim Jong Un „erfolgreich und ohne negative Auswirkungen auf die Nachbarländer ausgeführt worden“, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag.

Kim feierte den Test vom Vortag demnach als „größten Erfolg“. Nordkorea habe sich damit „in die erste Reihe der Militärmächte eingefügt, die die volle Fähigkeit für einen Atomangriff haben“, wurde Kim zitiert.

Der Raketentest hatte insbesondere bei den Nachbarn Japan, China und Südkorea heftige Kritik ausgelöst. UN-Resolutionen verbieten dem kommunistischen Regime in Pjöngjang Tests ballistischer Flugkörper. In New York wollte sich der Uno-Sicherheitsrat mit dem Thema beschäftigen.

Nach Angaben des südkoreanischen Militärs war die Rakete nach ihrem Start vor der Ostküste Nordkoreas 500 Kilometer geflogen, so weit wie bisher keine nordkoreanische Rakete dieser Art. Sie sei dann in ein Seegebiet innerhalb der Luftraumüberwachungszone Japans gestürzt. Nordkorea habe offensichtlich technische Fortschritte erzielt, hieß es. Der Test erfolgte nur zwei Tage nach dem Beginn jährlicher Militärübungen der USA mit Südkorea.

Pjöngjang – Tristesse in Grau
Bauklotz-Tristesse
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Wie unsortiert aufgestellte Bauklötze ragen die Hochhäuser in Pjöngjang in die Luft. Viele von ihnen sind trotz den frischen Anstrichen heruntergekommen, einige wirken gar verwahrlost.

Bunt und doch verwahrlost
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Knapp 2,9 Millionen Nordkoreaner leben in der Hauptstadt Pjöngjang, die zugleich auch die größte Stadt des Landes ist. Viele von ihnen leben unter der Armutsgrenze.

Ungepflegte Häuser sind normal
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Betrachtet man die Häuser aus der Nähe, sieht man, wie ungepflegt die Wohnblöcke aussehen. Umgerechnet gerade einmal 100 Euro verdient ein durchschnittlicher Arbeiter. Zu wenig, um das eigene Zuhause zu renovieren.

Besserung in kleinen Schritten
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Dabei sieht die Stadt heute moderner und oftmals gepflegter aus als noch vor zehn Jahren. In diesem Viertel etwa leben besser verdienende Schichten, wie etwa Wissenschaftler und Ingenieure. Vereinzelt sind auch Autos zu sehen. Ein Bild, das die Verantwortlichen vermutlich gerne nach außen dringen lassen.

Im Netz
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Seit einigen Jahren gibt es in der Diktatur sogar Zugänge zu Computern und auch dem Internet. Knapp 7.000 Menschen surfen regelmäßig, weniger als 50 Internetadressen sind verfügbar.

Prunk nach außen
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Besonders stolz ist die Regierung in Nordkorea auf die modernen sauberen Metrostationen in Pjöngjang. Die Metro gilt als eine der tiefsten der Welt.

Grau, Grauer, Pjöngjang
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Abseits der Propagandabilder von Metrostationen und moderner Technik bietet sich das wahre Bild von Pjöngjang: Graue Tristesse, eingehüllt in grau-weißen Smog, der sich über die Plattenbauten der Stadt legt. Im Mittelpunkt des Fotos: Das Monument der Parteigründung.

  • dpa
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