Kim Jong Un
Nordkorea verkündet Kriegszustand mit Südkorea

Fast täglich steigert Pjöngjang seine Kriegsrhetorik. Seoul wiegelt ab: Drohungen seien nichts Neues. Führer Kim Jong Un tönt unterdessen, seine Truppen seien bereit, „Rechnungen mit den USA zu begleichen“.
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SeoulNordkorea heizt die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weiter an: Regierung, Kommunistische Partei und Organisationen erklärten am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung, ihr Land sei in den Kriegszustand mit Südkorea eingetreten. Alle Angelegenheiten zwischen beiden Seiten würden von nun nach dem Kriegsprotokoll behandelt. Auf jegliche Provokationen der USA und Südkorea werde ohne Vorwarnung reagiert. Der Koreakrieg wurde 1953 nur mit einem Waffenstillstand beendet, zu einem Friedensschluss kam es bis heute nicht.

Pjöngjang hat mit kriegerischer Rhetorik auf UN-Sanktionen reagiert, die nach seinem Atomwaffentest am 12. Februar verhängt worden waren. So wurde bereits der Waffenstillstand aufgekündigt und der nordkoreanische Führer Kim Jong Un versetzte in dieser Woche seine Truppen wegen gemeinsamer Manöver der USA und Südkoreas in höchste Alarmbereitschaft. Nach einem Übungsflug von atomwaffenfähigen B-2-Tarnkappenbombern nach Südkorea drohte er mit Raketenangriffen auf Seoul und Washington.

Seine Truppen seien bereit, „Rechnungen mit den USA zu begleichen“, erklärte Kim. Staatsmedien veröffentlichten später ein Foto von Kim und seinen Generalen, das sie beim Studieren einer Karte mit möglichen Zielen in den USA zeigten. Die Karte hatte den Titel „Angriffsplan für das US-Festland“.

Südkorea erklärte zu Pjöngjangs Bekräftigung des Kriegszustands, das sei nichts Neues. Es handele sich um eine Fortschreibung von Kims Reaktionen auf die amerikanisch-südkoreanischen Manöver, teilte das Wiedervereinigungsministerium in Seoul mit. Beobachter vermuten, Nordkorea wolle die USA mit seinen Kriegsdrohungen an den Verhandlungstisch zwingen, ein Krieg sei unwahrscheinlich und selbstmörderisch für Pjöngjang. Angesichts der aufgeheizten Atmosphäre könnte es aber durchaus dennoch zu einem begrenzten militärischen Zwischenfall kommen.

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  • PS: Wenn die Amis Krieg spielen werden, Stellvertreterkrieg, dann ist D auch im Krieg über die NATO.

  • Die Amis können wählen wie 1929; da stehen die nämlich----jetzt gerade.

    1) Bürgerkrieg mit Ihren nicht entwaffneten Food-Stamp-Beziehern = Bürgerkrieg in den USA

    oder

    2) Einen globaleren Krieg anzufangen um Resourcen zu zerstören und dann wieder ein Tribut-System wie nach 1945 in Europa aufzubauen , diese mal in Asien.

    Darum geht es.

  • Warum ?
    Die Kapazitäten hat doch Nord-Korea. Blitz-Krieg, den Süden einnehmen. Sollten die Amis auf dem Kontinent eingreifen, ganze Armeen vernichten wie einstmals die 38. mit Mini Nuks. Der Ami wird keinen Hasen-Fuß auf Nord-koreanisches Teretorium setzen aus ----Angst.

    Sollten die N-Koreaner über entsprechnde Abfangtechnik verfügen aus China, Rußland, dann über entsprechnede Langstreckenraketen mit der Zielgenauikkeit der SS von 1986--dann werden die Amis still sitzen bleiben.

    Ein Eingriff in diesen Konflikt würden einigen US-Battalionen das leben kosten.

    China freuts und RU.

    So einfach kann Krieg sein, wenn man Atomwaffen besitzt.

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