„Kindisches Spiel“
Deutschland und Frankreich drohen dem Iran

Die internationale Gemeinschaft erhöht den Druck auf den Iran: Nachdem das Parlament in Teheran den Ausbau der Urananreicherung beschlossen hat, warnen deutsche und französische Außenpoltiker das Land eindringlich vor weiteren Provokationen.
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HB BERLIN/PARIS. Die Bundesregierung hat dem Iran mit weiteren Sanktionen für den Fall des Ausbaus seiner Urananlagen gedroht. "Die Ankündigung des Irans, seine Urananreicherung auszubauen, geht eindeutig in die falsche Richtung", erklärte Außenminister Guido Westerwelle am Montag in Berlin. "Der Iran muss wissen, dass die Geduld der internationalen Staatengemeinschaft nicht endlos ist."

Der Vizekanzler forderte den Iran auf, mit der internationalen Atomenergiebehörde IAEA "ohne Wenn und Aber zusammenzuarbeiten" und seine internationalen Verpflichtungen zu erfüllen. "Klar ist: Wenn der Iran unsere ausgestreckte Hand ausschlägt, muss er mit weitergehenden Sanktionen rechnen."

Auch Frankreich hat dem Iran in der Atompolitik ein ebenso gefährliches wie kindisches Verhalten vorgeworfen. "Man muss alles tun, damit kein Zündfunken an das Pulverfass kommt", sagte Außenminister Bernard Kouchner dem "Figaro" (Montag). "Dieses Regime schließt sich ein. Es hört leider weder auf sein Volk noch auf die internationale Gemeinschaft."

Die Missachtung der Forderungen der Internationalen Atomenergieagentur IAEA sei "sehr gefährlich", sagte Kouchner. "Man kann nicht hinnehmen, dass sie sich die Atombombe verschaffen." Wozu brauche der Iran zehn weitere Anreicherungsanlagen, wenn er nur über ein einziges Atomkraftwerk verfüge, fragte der Minister.

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