"Klare Beweise" für sexuellen Missbrauch im Kongo
Missbrauchsskandal bei der Uno

Mitarbeiter der Vereinten Nationen im Kongo sollen Minderjährige sexuell missbraucht haben. Es gebe klare Beweise, sagte Uno-Generalsekretär Annan.

HB BERLIN. Bei ihrem Einsatz im Kongo haben Mitarbeiter der Vereinten Nationen mehrere Menschen sexuell missbraucht - darunter auch Minderjährige. Das geht aus einem internen Untersuchungsbericht hervor, in dem «klare Beweise» aufgeführt seien, wie Uno-Generalsekretär Kofi Annan am Freitag in New York erklärte.

Annan sprach von einer beschämenden Angelegenheit für die Vereinten Nationen. Er sei darüber «äußerst empört». Zugleich kündigte er an, dass es null Toleranz gegenüber den Tätern geben werde. Weitere Einzelheiten nannte Annan nicht.

Die Vorfälle ereigneten sich den Angaben zufolge in der Stadt Bunia in der Region Ituri. Bereits im Mai hatte Uno-Sprecher Fred Eckhard erklärt, dass es rund 30 Verdachtsfälle gebe. Täter sind demnach sowohl Blauhelmsoldaten wie Zivilangestellte.

Derzeit sind die Vereinten Nationen mit rund 11.000 Soldaten und 60 Zivilisten im Kongo, die Hälfte davon ist in Bunia stationiert.

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