Klima
„Alarmstufe Orange“ in Peking

Während derzeit in Paris der Weltklimagipfel tagt, versinkt Chinas Hauptstadt im Smog. Die Regierung hat zum ersten Mal seit 13 Monaten die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Das bedeutet: akute Gesundheitsgefahr.
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PekingDie Luft riecht verbrannt. Wie ein dichter Schleier hat sich der Smog über Chinas Hauptstadt gelegt. Der Blick reicht nur wenige Dutzend Meter. Von den riesigen Wolkenkratzern sind nur noch Konturen erkennbar. Der Rest verschwindet in der grauen Wolke.

Es ist so schlimm wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Zum ersten Mal seit 13 Monaten hat die Stadtregierung von Peking „Alarmstufe Orange“ ausgerufen. Die Gesundheitsbehörden riefen ältere Menschen und Kinder auf, nicht vor die Tür zu gehen. Die 20 Millionen Pekinger sollten sich mit Atemmasken schützen, falls sie doch auf die Straße müssten.

Über die Stadt sind Sensoren der Regierung verteilt, die im Stundentakt die neuesten Smogzahlen ermitteln. Aber am Montag ist der Giftcocktail so gefährlich, dass er die Skala der Messgeräte übersteigt. Bei einem Luftindex von 500 haben die Sensoren aufgehört, zu ermitteln. Aber schon das entspricht dem 20-Fachen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwertes.

Große Teile Nordchinas litten unter gefährlichem Smog, sagte Luo Yi vom Umweltschutzministerium der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Neben Peking seien auch die Provinzen Hebei, Shandong und Shanxi betroffen. Erst zum Mittwoch dürfe sich die Lage wieder entspannen.

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„Alarmstufe Orange“ in Peking

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China setzt sich ein Klimaziel

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  • Herr Hofmann,
    Sie vertrauen den Klimawissenschaftlern und Ihren Prognosen und Modellen nicht, aber wissen persöhnlich ganz genau was die Zukunft in Deutschland bringt.
    Wirtschaft, und das damit einhergehende zubetonieren für Standorte, Infrastruktur und Abfall ist für Sie absolut unabdingbar, aber wehe es baut einer ein Windmühle, dann ist es Umweltfrvel.
    Der zur Wirtschaft gehörende Aktienhandel mit seinen Blasen und Zockern soll wahrscheinlich wie die restliche Wirtschaft auch möglichst unreguliert belieben, nur wer in alternative investiert ist ein Abzocker.
    Die Wissenschaft lügt und kann nichts experimentell beweisen wenn es um den Klimawandel geht, bei der Atomkraft sieht das aber ganz anders aus, wenn die Wissenschaft dort sagt es sei alles ungefährlich und in x jahren haben wir die Fusionsreaktoren (oder was auch immer) dann ist das absolut glaubwürdig.
    Zu guter letzt habe ich sie auch noch im Verdacht an eine möglichst freie Marktwirtschaft (a la Milton Freedmann) zu glauben deren Grundprinzip die Gier ist, nur wenn sich einer Solarzellen auf das Dach packt dann ist das die Gier die uns alle ins Armenhaus führt...Alarmissmus beherschen sie übrigens auch ganz gut.

  • Herr Hofmann,
    Sie vertrauen den Klimawissenschaftlern und Ihren Prognosen und Modellen nicht, aber wissen persöhnlich ganz genau was die Zukunft in Deutschland bringt.
    Wirtschaft, und das damit einhergehende zubetonieren für Standorte, Infrastruktur und Abfall ist für Sie absolut unabdingbar, aber wehe es baut einer ein Windmühle, dann ist es Umweltfrvel.
    Der zur Wirtschaft gehörende Aktienhandel mit seinen Blasen und Zockern soll wahrscheinlich wie die restliche Wirtschaft auch möglichst unreguliert belieben, nur wer in alternative investiert ist ein Abzocker.
    Die Wissenschaft lügt und kann nichts experimentell beweisen wenn es um den Klimawandel geht, bei der Atomkraft sieht das aber ganz anders aus, wenn die Wissenschaft dort sagt es sei alles ungefährlich und in x jahren haben wir die Fusionsreaktoren (oder was auch immer) dann ist das absolut glaubwürdig.
    Zu guter letzt habe ich sie auch noch im Verdacht an eine möglichst freie Marktwirtschaft (a la Milton Freedmann) zu glauben deren Grundprinzip die Gier ist, nur wenn sich einer Solarzellen auf das Dach packt dann ist das die Gier die uns alle ins Armenhaus führt...Alarmissmus beherschen sie übrigens auch ganz gut.

  • Wenn’s je ein Argument gab, endlich die Kleinstaaterei zu überwinden (resp. über den nationalen Schrebergarten hinaus zu denken), dann ja wohl den Klimawandel.

    Wird wahrscheinlich alles laufen sein wie jedesmal:

    Zwei Wochen lang jede Menge immer dringenderer „Appelle“ samt nerviger (weil den Platz für „interessantere“ Themen einnehmender Berichte in den Medien, nebst intensivem Austausch von Forderungen, Unfreundlichkeiten (und Schlimmerem).

    Und danach geht alles (endlich?) mehr oder weniger weiter wie gehabt.
    Einschließlich des neuen Temperaturrekords nächstes Jahr und der Schlagzeilen über den neuesten „Jahrhundertsturm“ (vielleicht sollten wir den mal langsam in „Jahrzehntsturm“ umtaufen?).

    Man gewöhnt sich halt an alles.

    Ist das alles nun Dummheit oder Egoismus)??!!!

    Wobei „Bequemlichkeit“ eindeutig unter Letzteres fällt.

    Und was von beidem wäre eigentlich schlimmer?

    Eins dürfte jedenfalls klar sein:

    Solange "Politik" immer noch ganz überwiegend von alten Männern gemacht wird, also das Geld (bzw. die Macht) sich überall auf der Welt in deren Händen konzentriert, wird sich wohl nicht wirklich was ändern.

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