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Klima-Gipfel: Wenn Durban scheitert, was dann?

Niemand erwartet viel von den Klimaverhandlungen in Südafrika. Aber es könnte am Ende auch weniger als wenig herauskommen. Was wären die Folgen?

Demonstranten fordern konkrete Ergebnisse beim Klima-Gipfel in Durban. Quelle: AFP
Demonstranten fordern konkrete Ergebnisse beim Klima-Gipfel in Durban. Quelle: AFP

„Mittwochs“, sagt Luiz Figueiredo, der Chef der Brasilianischen Delegation bei der Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban, „fühlen die Verhandlungen sich immer etwas unsicher an. Donnerstags wird es dann schlechter.“

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Figueiredo ist seit 1997 im Klimageschäft, seit Kyoto. Er kennt das große Ritual der UN-Konferenzen gut: Alles steuert auf die Entscheidungen im Plenum der Verhandlungsparteien zu, am Freitag und in der Nacht zum Samstag. Nun ist es Freitagvormittag, und die Stimmung in Durban ist, gelinde gesagt, angespannt. Eine Verhandlungsgruppe löst wilde Spekulationen aus, indem sie in einem ihrer Papiere eine Selbstverständlichkeit formuliert: Eines von mehreren denkbaren Resultaten dieser Konferenz sei – nichts.

In der öffentlichen Wahrnehmung ist Durban ein Ereignis von zweitrangiger Bedeutung. Niemand erwartet viel von diesem Klimagipfel. Was dabei schnell vergessen wird: Es könnte auch weniger als wenig herauskommen.

Ein Szenario des Scheiterns ist leicht auszumalen. Die Inder, beispielsweise, glauben inzwischen nicht mehr an nennenswerte Erfolge im Klimaschutz. Sie wissen, sie müssen ihr Land und insbesondere ihre Landwirtschaft anpassen, sie müssen sich auf einen steigenden Meeresspiegel, unregelmäßige Regenfälle, Hitzewellen und Überschwemmungen einstellen. Und sie werden auf lange Sicht einen großen Teil ihrer Lebensmittel einführen müssen.

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All das können sie nur durch Wachstum und Entwicklung erreichen, weshalb die Vorstellung, sich verbindlich zu einer Beschränkung ihrer Emissionen zu verpflichten, ihnen wenig behagt – und sei es auch erst ab 2020. Diese Forderung der Europäer sei „völlig daneben“, hat die Chefin der indischen Delegation erklärt, Umweltministerin Jayanthi Natarajan.

Außerdem stören Inder und Chinesen sich an den CO2-Abgaben der EU für den Luftverkehr, die ja auch asiatische Fluggesellschaften entrichten müssen, wenn sie europäische Flughäfen ansteuern. In dieser Frage wiederum ist die EU bislang zu keinerlei Entgegenkommen bereit. Denkbar wäre es, dass die Inder am Ende sagen: Dann eben nicht. Dann eben kein verbindliches Klimaabkommen, auch im Jahr 2020 nicht.

Und wenn die Inder das sagen, wird es den Europäern schwer fallen zu erklären, wieso sie sich dennoch auf eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls einlassen sollten. Schließlich war das ihre eine, entscheidende Bedingung: ein verbindlicher Fahrplan zu einem internationalen Vertrag, den alle großen Klimagasproduzenten am Ende unterzeichnen.

„Nichts ist beschlossen, ehe nicht alles beschlossen ist“ – das ist eine zentrale Entscheidungsregel dieser UN-Prozedur. Sie setzt die Verhandler unter Druck, aber das kann sie nur, weil die Drohung real ist: Alles – oder eben nichts.  

  • 10.12.2011, 14:20 Uhrklaus ermecke

    Wenn Durban scheitert, hat sich unsere politische Kaste blamiert. Die tut nämlich seit Jahren so, als sei jenes Hypothesengebirge vom angeblich schrecklichen menschengemachten Klimawandel und den Tausenden angeblich apokalyptischer "Klimafolgen" tatsächlich Wissenschaft. Damit inszenieren sie sich seit Jahren selbst, um so von der Tatsache abzulenken, daß ihnen zur Lösung unserer tatsächlichen politischen Probleme nichts einfällt.

    Ist die Menschheit in Gefahr - hätten wir "Durban" gebraucht, um uns alle zu retten? Ordnet man all die Behauptungen, die zum Oberthema "Klima" in die Welt gesetzt werden, dann entsteht eine Struktur, die wir den "grünen Klima-Wirkungsturm" genannt haben. An dem sieht man, daß all die Behauptungen von einen einzigen Fundamentbaustein abhängt, nämlich der rein physikalischen Frage, ob ein Anstieg des CO2-Spurengasanteils der Luft überhaupt zu deren Erwärmung führen kann. Das kann man erstaunlich einfach widerlegen. Wir haben die Literatur gefiltert und die Argumente zusammengeführt:
    www.ke-research.de/downloads/Klimaretter.pdf

    Klaus Ermecke
    KE Research
    Oberhaching

  • 10.12.2011, 13:19 UhrAnonymer Benutzer: AlexanderBerg

    "Wenn Durban scheitert, was dann?" Dann passiert...nix. Wer sich mit Symptomen beschäftigt, braucht sich keine Gedanken um Wirksamkeit und Lösungen zu machen, sondern nur um seinen Job und dass es noch lange genug so weitergeht. Noch...

  • 10.12.2011, 11:33 UhrAnonymer Benutzer: MikeM

    Wenn Durban scheitert dann passiert ... nichts! Eine sinnlose Veranstaltung zur Alimentierung tausender Klimaschwindler mit sicher extremen Kosten.

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