Klimaökonom Stern
„Die Klimaziele sind machbar“

Der Londoner Klimaexperte Nicholas Stern ist ein Freund klarer Worte. Zum Beginn des Klimagipfels weist er auf die Dringlichkeit eines neuen weltweiten Klimaabkommens hin und macht den Verhandlern Mut.
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LONDON. Entweder wir machen Business as usual und haben eine fifty-fifty Chance, dass das Klima über fünf Grad steigt und wir die Weltkarte neu schreiben müssen. Oder aber wir lösen eine der dynamischsten Perioden der Wirtschaftsgeschichte aus". Der Londoner Klimaexperte Nicholas Stern ist ein Freund klarer Worte. Anlässlich des Klimagipfels wies er nun einmal mehr auf die Dringlichkeit eines neuen weltweiten Klimaabkommens hin und versuchte den Verhandlern Mut zu machen. Die Entkarbonisierung der Energiewirtschaft werde Wachstum auslösen, "wie man es seit dem Eisenbahnzeitalter nicht mehr gesehen hat", betonte Stern in einem Briefing in London.

Tatsächlich sind die zweiwöchigen Verhandlungen über ein neues Weltklimaabkommen in Kopenhagen gestern mit demonstrativem Optimismus angelaufen. "Ihre Anwesenheit zeigt, wie beispiellos die politische Entschlusskraft ist, die zur Bekämpfung des Klimawandels mobilisiert wurde", sagte Dänemarks Premier Lars Loekke Rasmussen bei der Eröffnung des Treffens.

Während die wenigsten Teilnehmer damit rechnen, dass zum Abschluss ein neuer Klimavertrag unter Dach und Fach ist, gilt ein Rahmenabkommen, das im Lauf des nächsten Jahres rechtlich verbindlich gemacht wird, als realistisch. Tatsächlich sei das Ziel in greifbarere Nähe gerückt, betonte auch Klimaforscher Stern nicht ohne Optimismus. Denn die Weltgemeinschaft stehe an einem historischen Scheideweg.

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  • Zwei Grad Erderwärmung finde ich gut. Aber wenn schon so wichtige Entscheidungen über unseren Planeten getroffen werden, dann sollte man gleich richtig aufräumen. ich würde es begrüßen, wenn man das Jahr auf gleichmäßig 360 Tage festlegen würde. Dazu müßte die Erde gerade mal 1,4% schneller um die Sonne fliegen. Jeder Monat hätte dann einheitlich 30 Tage. Das würde vieles sehr erleichtern. Zum Ausgleich könnte man den Mondumlauf auf 30 Tage abbremsen. Dann gäbe es einen festen bezug zwischen Mondphasen und Monaten.

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