Klimapolitik
Klimawandel: Mahnende Worte an die Wirtschaft

In der dänischen Hauptstadt hat am Sonntag eine Klimakonferenz begonnen. Vor Wirtschaftsvertreter aus der ganzen Welt, darunter die Chefs von Großkonzernen wie PepsiCo, Nestle und BP, forderten Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon und der frühere US-Vizepräsident Al Gore die Wirtschaft zur Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel auf.

HB KOPENHAGEN. Trotz der weltweiten Finanzkrise sei bei den internationalen Bemühungen um eine Verringerung der Treibhausgase keine Zeit zu verlieren, mahnten beide am Sonntag zum Auftakt eines Klimagipfels der Wirtschaft in Kopenhagen.

An der dreitägigen Konferenz nehmen mehr als 500 Wirtschaftsvertreter aus der ganzen Welt teil, darunter die Chefs von Großkonzernen wie PepsiCo, Nestle und BP. In der dänischen Hauptstadt soll im Dezember ein verbindliches internationales Abkommen zum Klimaschutz verabschiedet werden. Das Treffen der Wirtschaftsvertreter steht in Zusammenhang mit dem geplanten Nachfolgevertrag zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll.

„Wir müssen das in diesem Jahr schaffen. Nicht nächstes Jahr. In diesem Jahr“, forderte Gore, der für seinen Kampf gegen den weltweiten Klimawandel den Friedensnobelpreis erhalten hat. „Die Zeit läuft ab, denn Mutter Natur hat keine Rettungspläne“, sagte Gore weiter.

UN-Generalsekretär Ban nannte die bisherige billionenschwere Subventionierung fossiler Brennstoffe eine Verschwendung. Dies sei so, als würde man in faule Immobilien investieren. Eine solche Politik bedrohe die globalen Güter, angefangen von der öffentlichen Gesundheit bis hin zur Lebensmittelsicherheit.

Der Chef des staatlichen dänischen Öl- und Gasunternehmens DONG Energy, Anders Eldrup, erklärte, die Wirtschaft stehe vor einer schweren Entscheidung. Derzeit stünden zwei Möglichkeiten zur Diskussion - eine CO2-Steuer oder der Handel mit Emissionsrechten. Eldrup ließ durchblicken, dass er eine CO2-Steuer zur Reduzierung der Treibhausgase bevorzuge. Die dänische Klimaschutzministerin Connie Hedegaard bezeichnete dagegen globale Begrenzungen der klimaschädlichen Treibhausgase und den damit verbundenen Handel mit Emmissionsrechten als praktikablere Lösung.

Am Rande der Konferenz in Kopenhagen demonstrierten am Sonntag rund 300 Globalisierungskritiker. Sie zogen vor das von Polizeikräften abgeschirmte Tagungsgebäude.

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