Klimaschutz
EU legt Milliardensumme für arme Länder fest

Europa bietet den Entwicklungsländern Finanzhilfen für rasche Klimamaßnahmen in Höhe von mindestens 5,4 Milliarden Euro an. Das sagten Diplomaten beim EU-Gipfel. Bei der Kopenhagener Klimakonferenz verließ unterdessen der Verhandlungsführer der Entwicklungsländer unter Protest ein Treffen.
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HB BRÜSSEL. In der Nacht zum Freitag wollte die schwedische EU-Ratspräsidentschaft weitere Zusagen heraushandeln. Die EU will bei der Uno-Klimakonferenz in Kopenhagen ein Angebot für diese Hilfen machen. Sie gelten für die Jahre 2010 bis 2012 und sind eine Art Anschubfinanzierung, bis am 1. Januar 2013 ein neues Weltklimaabkommen in Kraft tritt.

Die Europäische Union will ihr eigenes Klimaschutz-Ziel nur dann nachbessern, wenn andere große Produzenten gefährlicher Treibhausgase mitziehen. Das sagte der EU-Ratspräsident und schwedische Regierungschef Fredrik Reinfeldt nach dem ersten Gipfel-Tag.

„Das Angebot bleibt auf dem Tisch, auf 30 Prozent zu erhöhen, wenn andere Industrieländer sich auch bewegen“, sagte er am Freitag. „Diese Bedingung ist uns wichtig.“ Bisher will die EU die Treibhausgase bis 2020 um ein Fünftel verringern - verglichen zum Niveau des Jahres 1990.

Europa sei für 13 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. „Wir können das Klimaproblem nicht alleine lösen. Jetzt fordern wir andere auf, abschließende Angebote zu machen.“

Zuvor hatten Mitgliedstaaten wie Großbritannien und Dänemark, aber auch das Europaparlament gefordert, die EU müsse ihr Klimaziel bedingungslos auf 30 Prozent erhöhen. Nur so könne Bewegung in die Klimaverhandlungen in Kopenhagen kommen.

Unterdessen verschärfen die Entwicklungs- und Schwellenländer beim Kopenhagener Klimagipfel ihre Kritik an den Industriestaaten. Der sudanesische Sprecher von 130 in der Gruppe G77 zusammengeschlossenen Staaten, Lumumba Stanislaus Di-Aping, habe in der Nacht zum Freitag ein Treffen mit der dänischen Konferenz-Präsidentschaft unter Protest verlassen, berichtete der dänische Senders TV2 News. Er sagte, die Klimakonferenz werde „wahrscheinlich durch schlechte Absichten einiger Personen kaputtgemacht“. „Die Konferenz läuft nicht gut“, meinte Di-Aping.

Dänemarks Regierung warf er als Lenker der Verhandlungen unter 192 Teilnehmerstaaten vor, „nichts Gutes im Schilde zu führen“. Der Diplomat aus dem Sudan hatte in den letzten Tagen schon mehrfach fehlenden Willen der Industriestaaten zur Finanzierung von Klimahilfe für ärmere Länder scharf kritisiert.

Die Entwicklungs- und Schwellenländer wehren sich auch gegen die Absicht der USA und der EU, ihnen in Kopenhagen konkrete Verpflichtungen für weniger Treibhausgas-Emissionen aufzuerlegen. Sie sind von dem bisher vor allem durch die Industriestaaten verursachten Temperaturanstieg am stärksten betroffen.

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  • Nun zu meinen zwei Fragen:
    1. Wem nützt die Klima-Katastrophe?
    Hartmut bachmann war dabei, als vom Geld- und Geschäftsadel in den USA Mitte der 80-er Jahre beschlossen wurde, die 1986 in der bundesrepublik Deutschland erfundene Klimakatastrophe in ein gigantisches Profit-Geschäft umzuwandeln.
    Der aus diesen Motiven entstandene Weltklimarat macht sich die natürliche, periodisch immer wiederkehrende Klimaerwärmung zunutze: Er bezeichnet den Klimawandel als Katastrophe, macht den Menschen dafür verantwortlich und zieht dem kleinen bis großen bürger das Geld aus der Tasche.
    Gehören Sie Frau Ministerin Gönner auch zu den Politikern die diese Globale-Lüge uns bürgern weiter als Wahrheit erzählen?
    Möchte noch eine Frage anhängen: alles heiße Luft.
    2. Frage: alles heiße Luft?
    ist es richtig ohne CO2 ist kein Leben auf der Erde möglich, weder pflanzliches, noch tierisches oder gar menschliches.
    Die Pflanzen benötigen CO2, um es mittels Photosynthese umzuwandeln in Sauerstoff, den Lebewesen wiederum zum Atmen benötigen.
    Es gab Zeiten, da der CO2-Gehalt der Luft deutlich höher war als heute.
    Nichts belegt, dass Tier oder Pflanzenwelt daran gelitten hätten. Je höher das CO2-Angebot an die Pflanzen, desto höher und schneller ihr Wachstum.
    Die behauptung, dass CO2 eine Katastrophe auf Erden verursacht, soll denjenigen dienen, die daraus Profit schlagen und die Macht haben, alles zu bestimmen.
    Wird eine Lüge nur oft genug wiederholt, dann wird sie zuletzt geglaubt.
    ich hoffe und wünsche Sie gehören nicht zu diesen Politikern.
    ich habe einen Spruch von George Orwell, der lautet:
    in einer Welt voller universeller Täuschung ist das Aussprechen von Wahrheit ein revolutionärer Akt.

  • Den menschengemachten Klimawandel gibt es nicht.
    Der Mensch hat keinen Einfluss auf das Klima, das weiß inzwischen jedes Kind. Sogenannte Klimadaten, die etwas anderes aussagen, sind gefälscht.
    Der Weltklimagipfel in Kopenhagen ist eine der größten Karnevalsveranstaltungen der Geschichte.
    Vermeintliche Ansprüche von Entwicklungsländern an den Westen als angeblicher Hauptverursacher des Klimawandels sind der Gipfel der Absurdität.
    Hilfszusagen unserer Politiker in diesem Zusammenhang erfüllen den Tatbestand der Veruntreuung von Steuergeldern.

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