Klimaschutz
EU-Umweltkommissar will mehr

Kaum hat der EU-Gipfel Ziele zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien beschlossen, werden kritische Stimmen laut. EU-Umweltkommissar Styros Dimas gehen die Maßnahmen nicht weit genug.

HB HAMBURG. Nach dem EU-Gipfel fordert EU-Umweltkommissar Stavros Dimas weitergehende Maßnahmen zum Klimaschutz. „Was wir gerade gemacht haben, reicht nicht aus“, sagte der Grieche dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Die Vereinbarungen, die die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitglieder am Freitag getroffen haben, werde die Kommission unverzüglich in Rechtsverordnungen umsetzen.

Bei ihren Bemühungen um umweltfreundlichere Energiequellen sollten die Mitgliedstaaten nach Ansicht des Umweltkommissars zudem nicht die Atomenergie überschätzen: „Sie taugt nicht als magische Lösung aller Probleme.“ Die Entsorgung des radioaktiven Mülls sei ungeklärt, der spätere Abriss von Atomkraftwerken ein großes wirtschaftliches Problem.

Der EU-Gipfel hatte am Freitag in Brüssel beschlossen, bis 2020 den Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase im Vergleich zu 1990 um ein Fünftel zu kappen. Der Anteil von Energie aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse soll bis dahin mit 20 Prozent verdreifacht werden. Dimas hatte zuletzt mit seiner Ankündigung für Aufsehen gesorgt, als neuen Dienstwagen kein europäisches Auto, sondern einen Toyota Prius mit Hybrid-Antrieb zu bestellen. Der Kommissar hält an dieser Entscheidung fest und kritisiert die deutsche Autoindustrie als rückständig: „Ich frage mich auch, wo die deutschen Ingenieure mit dieser großartigen Geschichte bleiben, um die Kraftfahrzeuge auf den modernsten Stand der Abgasreinigung zu bringen.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%