Klimaschutz
EU und China senden Signal an Trump

Während Donald Trump offenbar aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen will, planen die EU und China ein Bekenntnis zu der Vereinbarung. Ein neues Papier sieht auch eine engere Zusammenarbeit vor.
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BrüsselDie EU und China wollen sich bei ihrem Gipfel am Freitag in einer weitreichenden Erklärung zum Klimaschutz bekennen. Wie das Handelsblatt aus EU-Kreisen erfuhr, werden Chinas Premier Li Keqiang, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk das Papier unterzeichnen, das neben einem klaren Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen auch eine engere Zusammenarbeit etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien oder dem Emissionshandel vorsieht.

Damit senden die beiden Wirtschaftsmächte ein starkes Signal an US-Präsident Donald Trump, der nach eigener Aussage diese Woche offiziell über den Verbleib der Vereinigten Staaten im Pariser Abkommen entscheiden will.

Die Einzelheiten der Erklärung werden derzeit noch zwischen Brüssel und Peking abgestimmt. Darin wollten die Europäische Union und China deutlich machen, dass sie die Führungsrolle beim Schutz des Weltklimas übernehmen wollten, hieß es in Brüssel. Beide befürchteten, dass ein Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen auch andere Staaten verleiten könnte, ihre in Paris zugesagten Bemühungen zu reduzieren.

Li wird am Donnerstag nach einem Zwischenstopp in Berlin nach Brüssel weiterreisen. Auf der Agenda stehen unter anderem auch Handelsthemen wie der Zugang zum chinesischen Markt, bei denen beide Seiten noch erhebliche Differenzen haben.

Till Hoppe
Till Hoppe
Handelsblatt / Europa - Korrespondent in Brüssel

Kommentare zu " Klimaschutz: EU und China senden Signal an Trump"

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  • China und die EU, wie lachaft, die dritte Welt unter sich.

  • Soweit mir bekannt hat China in Paris zugesagt, dass die CO2 Emissionen Chinas vorraussichtlich 2030 ihr Maximum erreichen.

    Aufgrund des Umbaus von einer export- und industriegetriebenen Wirtschaft zu einer mehr dienstleistungsstärkeren Gesellschaft sollte die Einhaltung der Zusage kein Problem darstellen.

    Umweltschädliche Windmühlen und Solaranlagen wurden in China üblicherweise über CDM Zertifikate (CO2 Ablasszertifikate im Kyoto Protokoll vereinbart) subventioniert/finanziert. Insofern sollte sich der Ausbau dieser Anlagen an den verfügbaren Zertifikaten ausrichten.

  • Soweit mir bekannt hat China in Paris zugesagt, dass die CO2 Emissionen Chinas vorraussichtlich 2030 ihr Maximum erreichen.

    Aufgrund des Umbaus von einer export- und industriegetriebenen Wirtschaft zu einer mehr dienstleistungsstärkeren Gesellschaft sollte die Einhaltung der Zusage kein Problem darstellen.

    Umweltschädliche Windmühlen und Solaranlagen wurden in China üblicherweise über CDM Zertifikate (CO2 Ablasszertifikate im Kyoto Protokoll vereinbart) subventioniert/finanziert. Insofern sollte sich der Ausbau dieser Anlagen an den verfügbaren Zertifikaten ausrichten.

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