Knapper Ausgang erwartet
Niedrige Beteiligung an Parlamentswahlen in der Slowakei

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in der Slowakei zeichnete sich am Samstag die niedrigste Beteiligung seit der Gründung des Staates ab.

HB BARTISLAVA. Auf Grund des geringen Interesses in den ersten Stunden rechneten Beobachter mit einer Wahlbeteiligung von nur etwas über 50 Prozent. Insgesamt waren 4,28 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahl, die am Morgen um 07.00 Uhr begonnen hatte, verlief in den ersten Stunden ohne Zwischenfälle. Die Wahllokale schließen um 22.00 Uhr. Zur Wahl stellten sich 21 Parteien. Erste Prognosen wurden kurz nach Schließung der Wahllokale um 22.00 Uhr zu erwartet. Das inoffizielle Endergebnis dürfte bis Sonntagvormittag bekannt sein. Nach übereinstimmenden Meinungsumfragen musste die Mitte-Rechts- Regierung des christlich-liberalen Ministerpräsidenten Mikulas Dzurinda mit einer Niederlage rechnen. Die sozialdemokratische Oppositionspartei Smer sollte danach stärkste Partei werden. Sie wird aber voraussichtlich nicht genug Stimmen erreichen, um alleine eine Regierung bilden zu können.

Dzurindas Koalition aus drei christdemokratischen und einer liberalen Partei hatte mit unternehmerfreundlichen Reformen für internationales Aufsehen gesorgt. Wegen steigender Lebenshaltungskosten und radikaler Sozialkürzungen blieb die Reformpolitik aber in der Bevölkerung unbeliebt. Die Slowakei gehört zu den ärmsten Ländern der Europäischen Union. Ihre Wirtschaft verzeichnete zuletzt aber eine der höchsten Wachstumsraten.

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