Knapper Sieg Sozialdemokraten gewinnen Parlamentswahl in Grönland

Die bisherige grönländische Koalition kann nach dem Wahlsieg der Sozialdemokraten weiterregieren. Zentrales Wahlkampfthema war die Unabhängigkeit von Dänemark.
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Der grönländische Politiker ist Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei Siumut. Quelle: AP
Kim Kielsen (r.)

Der grönländische Politiker ist Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei Siumut.

(Foto: AP)

NuukMit einem knappen Sieg der Sozialdemokraten haben die Wähler in Grönland den Kurs zu einer langsamen Loslösung von Dänemark bestätigt. Die bisherige Koalition kann nach dem Ergebnis vom Mittwochmorgen weiterregieren.

Die riesige Polarinsel mit rund 56 000 Einwohnern gehört zum Königreich Dänemark, verwaltet sich aber in weiten Teilen selbst. Nur für Außen- und Verteidigungspolitik sind die Dänen noch zuständig. Anders als Dänemark gehört Grönland seit 1985 auch nicht mehr zur EU.

Fast alle Parteien in Grönland wollen die Unabhängigkeit - sie schlagen dabei aber unterschiedliches Tempo an. Die zwei großen Regierungsparteien, die bei der Wahl am Dienstag auf 25 beziehungsweise 27 Prozent der Stimmen kamen, wollen sich einige Jahrzehnte Zeit lassen. Die Befürworter einer schnelleren Unabhängigkeit erhielten zusammen rund 17 Prozent der Wählerstimmen. Auch die eine Partei, die die Partnerschaft mit Dänemark ausbauen will, schaffte es knapp ins Parlament.

Viele Grönländer befürchten finanzielle Einschnitte, sollte sich das Land zu früh von Dänemark abkapseln. Derzeit ist Grönland noch stark von den rund 500 Millionen Euro abhängig, die jedes Jahr aus Dänemark in die Haushaltskasse fließen.

Die Wahlsieger stehen daher vor der Aufgabe, die arktische Insel wirtschaftlich mehr auf eigene Beine zu stellen. Unter dem Eis sollen riesige Bodenschätze wie Öl, Uran und seltene Erden schlummern, die ausländische Investoren anlocken könnten.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Knapper Sieg: Sozialdemokraten gewinnen Parlamentswahl in Grönland"

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  • Faszinierend ist, dass Dänemark Grönland alimentiert.

    Grönland verfügt über reichliche Rohstoffvorkommen. Dabei kommen seltene Erden zusammen mit Kupfer vor. Aus (öko)religiösen Gründen hat sich Grönland bislang dem Bergbau verweigert. Die Sozialdemokraten haben sich für den Uranbergbau ausgesprochen.

    Wünschenswert wäre es wenn Dänemark den Geldhahn zudreht und die Grönländer dann eben vom Bergbau leben.

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