Knappes Ergebnis: Proteste nach Wahlergebnis in Venezuela

Knappes Ergebnis
Proteste nach Wahlergebnis in Venezuela

Tausende Menschen sind in Venezuela auf den Straßen und demonstrieren wegen „Wahlbetrug“. Die Opposition verlangt eine Neuauszählung der Stimmen. Der neue Präsident Maduro bekommt bereits mahnende Worte von Barack Obama.
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CaracasDer sozialistische Politiker Nicolás Maduro ist offiziell zum neuen Präsidenten Venezuelas ausgerufen worden. Nach der Erklärung der nationalen Wahlbehörde gingen am Montag (Ortszeit) Tausende Menschen in der Hauptstadt Caracas auf die Straße und protestierten gegen Maduro. Der bei der Wahl am Sonntag knapp unterlegene konservative Oppositionskandidat Henrique Capriles verlangte eine Neuauszählung der Stimmen.

Die Chefin der nationalen Wahlbehörde, Tibisay Lucena, rief den bisherigen Interimspräsidenten Maduro zum neuen Präsidenten aus. Maduro habe bei der Wahl 50,75 Prozent der Stimmen erhalten, Capriles habe 48,97 Prozent erreicht, sagte sie. Maduro bezeichnete sich als "Sohn" des vorherigen Staatsoberhaupts Hugo Chávez. Der Präsident war am 5. März an Krebs gestorben und hatte seinen Vizepräsidenten Maduro zuvor zum Wunschnachfolger auserkoren. "Ich werde sein Vermächtnis erfüllen", versicherte Maduro am Montag.

In Caracas gingen nach der offiziellen Ausrufung Maduros mehrere Tausend Menschen auf die Straße. Sie riefen "Betrug", schlugen auf Töpfe und verbrannten Müllsäcke. An einer Stelle setzte die Polizei Tränengas ein, um Teilnehmer des Protests auseinander zu treiben.

"Wir sind hier, weil sie unsere Stimmen gestohlen haben. Sie haben uns betrogen", sagte die 60-jährige Selma Orjuela. Sie sei überzeugt, dass in Wirklichkeit Capriles die Wahl gewonnen habe.

Der unterlegene Oppositionskandidat hatte zuvor zu Protesten aufgerufen. Er forderte eine Neuauszählung der Stimmen und warnte vor der Vereidigung eines "unrechtmäßigen Präsidenten". Es habe 3200 "Zwischenfälle" während der Wahl gegeben, die untersucht werden müssten, erklärte Capriles. Sämtliche Kontrollausdrucke der elektronischen Wahlmaschinen müssten geprüft werden.

Obama sieht Überprüfung als „notwendig“ an

Lucena wies Zweifel an der Technik zurück. Sie forderte die Opposition auf, den "rechtlichen Weg" zu beschreiten, anstatt "Drohungen" zu benutzen.

Capriles' Anhänger planten auch für Dienstag und Mittwoch Demonstrationen gegen Maduro. Der Wahlsieger rief seine Unterstützer zu Gegenkundgebungen auf. Seine Anhänger sollten im ganzen Land "in Frieden kämpfen", sagte Maduro. Der Opposition unterstellte er eine "Putsch-Mentalität". Vor dem Sitz der Wahlbehörde feierten Hunderte Anhänger von Chávez den Sieg Maduros. "Chávez lebt. Der Kampf geht weiter", riefen sie.

Während die Staatsspitzen Russland, Weißrusslands und auch Brasiliens Maduro umgehend gratulierten, fiel die Reaktion andernorts frostiger aus. US-Präsident Barack Obama ließ über seinen Sprecher ausrichten, angesichts der "Knappheit des Ergebnisses" wäre die Überprüfung ein "wichtiger, weiser und notwendiger Schritt", damit alle Venezolaner "Vertrauen" in das Wahlergebnis hätten. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten forderte eine Neuauszählung der abgegebenen Stimmen und bot den venezolanischen Behörden dafür Hilfe durch ein Team von Wahlexperten an.

Maduro soll am Freitag vereidigt werden. Seine Amtszeit dauert bis 2019.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Die Amis habens gerade nötig...

  • so ist die rechtsradikale opposition in venezuela.

    erst immer demokratsiche wahlen fordern und wenn sie diese verlieren wird randalieren.

    der bolivarische prozess wird weitergehen.

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