Beck sagte der „Bild“-Zeitung (Montag): „Es ist gut, dass der Verhandlungsprozess läuft. Auch wenn er manchmal schwierig ist. Die Verhandlungen müssen im guten Geiste fortgesetzt werden.“ Deutschland müsse auch Verlässlichkeit gegenüber der Türkei zeigen. „Es gibt seit 40 Jahren ein Versprechen an die Menschen in der Türkei. Das Ziel bleibt der EU-Beitritt der Türkei.“
Kauders Stellvertreter in der Unions-Fraktion, Andreas Schockenhoff (CDU), sagte dem „Tagesspiegel“, es sei während der deutschen EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 wichtig, zwischen unterschiedlichen Positionen in Europa zu vermitteln. „Ich kann dem Außenminister nur raten, hier nicht eine grundsätzlich andere Position zu vertreten als die Kanzlerin.“
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnte vor einem Abbruch der Beitrittsgespräche. „Die Verhandlungen dürfen nicht scheitern“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“. Die CDU sei aber unverändert der Auffassung, „dass eine privilegierte Partnerschaft statt einer Vollmitgliedschaft die bessere Lösung wäre“. In der Regierungskoalition gibt es allerdings nach den Worten von SPD-Fraktionschef Peter Struck keine Mehrheit für eine solche eingeschränkte EU-Mitgliedschaft der Türkei. „Es gilt die Koalitionsvereinbarung, wonach mit der Türkei über eine Vollmitgliedschaft in der EU verhandelt wird“, sagte er der Berliner „B.Z. am Sonntag“.


