Koch bezeichnet Sucherheitsmaßnahmen als angemessen: Bush-Ankunft legt Verkehr im Rhein-Main-Gebiet lahm

Koch bezeichnet Sucherheitsmaßnahmen als angemessen
Bush-Ankunft legt Verkehr im Rhein-Main-Gebiet lahm

Die Ankunft des amerikanischen Präsidenten George W. Bush hat am Mittwochmorgen den Verkehr im Rhein-Main-Gebiet vorübergehend lahm gelegt. Wegen der beispiellosen Sicherheitsmaßnahmen gab es auf Autobahnen, Schienen und Wasserstraßen Zwangsstopps.

HB FRANKFURT/MAIN. Am Frankfurter Flughafen wurden 86 Flüge gestrichen, dafür war allerdings das dichte Schneetreiben mitverantwortlich.

Je 43 Starts und Landungen fielen am Vormittag aus, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport berichtete. Viele Fluggäste waren über die überraschenden Ausfälle verärgert. Der gesamte Flugbetrieb sei wegen der Landung der Präsidentenmaschine am Vormittag 38 Minuten unterbrochen worden, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung, Axel Raab.

Die Lufthansa habe 71 Flüge von und nach Frankfurt komplett streichen müssen, sagte Sprecher Thomas Jachnow. Dies habe 4675 Fluggästen „unangenehme Nebenwirkungen“ eingebracht, zumal viele extra früh angereist seien. Bei den anderen Maschinen sei mit Verspätungen zu rechnen. „Wir versuchen umzubuchen und sind flexibel und kulant.“

Der Autobahnring zwischen Wiesbaden und Mainz war gut zwei Stunden lang gesperrt. Auf den umliegenden Autobahnen hielten sich die Staus nach Auskunft der Polizei in Grenzen. Auf den Nebenstrecken dagegen kam es im Berufsverkehr zu erheblichen Engpässen, weil viele wegen der erwarteten Sperrungen auf andere Straßen ausgewichen waren. Schon viel früher als angekündigt waren die Autobahnen zwischen Mainz, Flughafen und Wiesbaden zu einem großen Einbahnstraßen-Kreisverkehr umfunktioniert und schließlich ganz gesperrt worden, bis der Konvoi des Präsidenten aus weit über 100 Limousinen Mainz erreicht hatte.

Die S-Bahn-Strecken zwischen Frankfurt/Flughafen und Mainz/Wiesbaden waren rund eine halbe Stunde lang gesperrt. „Die Fahrgäste von Mainz und Wiesbaden kommen derzeit nicht weg“, sagte eine Bahn-Sprecherin am Vormittag. „Die meisten haben sich aber wohl darauf eingestellt. Das Verkehrsaufkommen war geringer als sonst.“

Auf Rhein und Main ruhte die Schifffahrt völlig. Mehr als 100 Schiffe waren nach einer Schätzung des Bundesverbandes der Deutschen Binnennschifffahrt davon betroffen. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bezeichnete die enormen Sicherheitsmaßnahmen als „angemessen“.

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