Koizumi-Sieg
Japan gibt grünes Licht für Postreform

Das japanische Unterhaus hat die umstrittene Postreform von Ministerpräsident Junichiro Koizumi gebilligt. Die Reform war Grund für die Neuwahlen in dem Land.

HB TOKIO. Die Reform sieht vor, die Post bis Oktober 2007 in vier Einheiten aufzuteilen und zu privatisieren. Die japanische Post ist ein Finanzriese mit Bank- und Versicherungsgeschäften sowie Vermögenswerten von drei Billionen Dollar und 260 000 Mitarbeitern.

Das Oberhaus, die zweite Parlamentskammer, soll die Reform wahrscheinlich am Freitag verabschieden. Koizumi zufolge sollen die Gesetze bis zum 1. November unter Dach und Fach sein.

Der 63-Jährige hat die Pläne zum Herzstück seiner Regierungszeit und seiner 30-jährigen politischen Karriere gemacht. Im August war die Postreform jedoch nicht zuletzt am Widerstand aus eigenen Reihen im Oberhaus gescheitert. Die LDP fürchtete den Zorn der Post-Beschäftigten, die traditionell zu ihren Anhängern zählt. Koizumi hatte daraufhin Neuwahlen ausgerufen.

Nach dem deutlichen Sieg von Koizumis Partei LDP wird nun mit einer Zustimmung auch im Oberhaus gerechnet. „Ich bin glücklich darüber, dass das Verständnis für die Gesetze wächst“, sagte Wirtschaftsminister Heizo Takenaka.

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