Komitee in Oslo
Hintergrund: Wer den Friedensnobelpreisträger auswählt

HB OSLO. Der Friedensnobelpreis wird jedes Jahr von einem fünfköpfigen Komitee in Oslo vergeben. Über dessen Zusammensetzung entscheidet das norwegische Parlament (Storting) nach einem Parteienproporz. Dabei werden fast immer Politiker für jeweils sechs Jahre entsandt. Sie können wiedergewählt werden.

Derzeit besteht das Nobelkomitee aus drei Frauen und zwei Männern. Der Vorsitzende Ole Danholt Mjøs (66), ein Medizinprofessor aus Tromsø, wurde von der Christlichen Volkspartei entsandt. Für die Linkssozialisten hat der Ex-Parteichef und Theologe Berge Ragnar Furre (68) Sitz und Stimme. Die sozialdemokratische Ex-Ministerin Sissel Rønbeck (55) wurde 1994 Komiteemitglied und hat damit das höchste „Dienstalter“ unter den Fünf.

Von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei wurde die Ex- Parlamentarierin Inger-Marie Ytterhorn (64) entsandt. Die im Werftkonzern Aker Kvaerner aktive frühere Vorsitzende der konservativen Partei und Ex-Ministerin, Kaci Kullmann Five (54) wurde 2003 von ihrer Partei in das Komitee entsandt. Der hauptamtliche Direktor des Nobelinstituts, seit 1990 der Historiker Geir Lundestad (60), leitet den Auswahlprozess unter den Nobelpreis-Kandidaten bis zur Entscheidung und nimmt an allen Sitzungen teil. Er hat aber kein Stimmrecht.

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