Komitee: Mindestens 2000 Mann
Nato-Militärs fordern mehr Soldaten für Afghanistan

Das Militärkomitee der Nato fordert mehr Soldaten für Afghanistan. Das erfordere die unruhige Lage im Süden des Landes.

HB WARSCHAU. Ein Nato-Sprecher sprach von „mindestens 2000 Soldaten und technischem Personal“. „Wir sind gegenwärtig bei etwa 85 Prozent des Kontingents, und wir wollen die restlichen (Truppen)“, sagte General Ray Henault, der Vorsitzende des obersten Militärgremiums des Bündnisses, am Samstag vor Journalisten in Warschau.

„Unsere Einschätzung ist, dass wir mit dem militärischen Fortschritt vor allem im Norden und Westen zufrieden sein können“, sagte Henault. Im Süden dagegen sei der Widerstand der Talibanverbände dagegen heftiger und entschlossener als erwartet. Die militärische Führung des Nato-Einsatzes in Afghanistan sei davon ausgegangen, dass die Mission auch mit 85 Prozent des geplanten Personals durchführbar sei, sagte Henault. Angesichts der Probleme und fortwährenden Gewalt müssten aber gerade bei Kampfeinsätzen möglichst viele Truppenteile verfügbar sein. Er wolle dem Nato-Rat daher empfehlen, die Entsendung der noch fehlenden Truppen bei den Mitgliedstaaten anzumahnen.

Die Top-Militärs diskutierten über die aktuellen Nato-Einsätze, die Schulung irakischer Truppen, über eine Unterstützung der Mission der Afrikanischen Union im Sudan und die Vorbereitung des Nato- Gipfels Ende November in Riga. Eine herausragende Rolle in der Diskussion spielten jedoch die Probleme in Afghanistan.

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