Kommandowechsel bei ISAF in Kabul
Kein deutsches Kommado mehr in Kabul

Die Internationale Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) steht nicht mehr unter einem deutschen Kommando. Der deutsche Nato-General Götz Gliemeroth gab die ISAF-Führung am Montag in der afghanischen Hauptstadt Kabul an den kanadischen General Rick Hillier ab.

HB KABUL. Bei der feierlichen Übergabezeremonie sagte der neue Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer, Afghanistan sei die erste Priorität des Bündnisses. „Wir wissen jetzt, dass unsere zukünftige Sicherheit, wo immer wir sind, von der Sicherheit Afghanistans abhängig ist.“

Vor Gliemeroth hatte der deutsche General Norbert van Heyst das Kommando inne. Die Bundeswehr stellt mehr als 1 700 der rund 6 000 ISAF-Soldaten. Die Nato führt die Schutztruppe seit Oktober vergangenen Jahres. An der Zeremonie in Kabul nahm auch der afghanische Präsident Hamid Karsai teil. Der Kommandowechsel wurde nach ISAF-Angaben wegen Terminschwierigkeiten von Teilnehmern um einen Tag vorgezogen.

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