Kommission kritisiert Pakistan
„Kollektives Versagen“ bei der Jagd auf Bin Laden

Osama bin Laden gerät in eine Verkehrskontrolle, doch der Polizist lässt den gesuchten Top-Terroristen fahren. Nur eine Panne von vielen, die ein Untersuchungsbericht aufführt, der nun an die Öffentlichkeit gekommen ist.
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DüsseldorfEr war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 der meistgesuchte Mann der Welt – und konnte doch für neun Jahre in Pakistan untertauchen: Osama bin Laden. Erst im Frühjahr 2011 spürten ihn seine US-amerikanischen Jäger in der Stadt Abbottabad auf, eine Spezialeinheit stürmte in einer Nacht Anfang Mai sein Domizil und tötete den Al-Kaida-Chef.

Eine Untersuchungskommission hat im Auftrag der Regierung die Geschehnisse in jener Nacht und die erfolgreiche Flucht bin Ladens in den Jahren davor rekonstruiert – und in einem Bericht Pakistans Regierung, Armee und Geheimdienst ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Von „kollektivem Versagen“, von „Fahrlässigkeit“ und „Inkompetenz“ ist in der Version des 337-Seiten-Berichts die Rede, die der arabische Nachrichtensender Al Dschasira nun veröffentlicht hat. Nur dadurch habe der Terrorist so lange unbehelligt in Pakistan leben können. Aber auch die USA werden für ihr Verhalten stark kritisiert: Die Tötung Osama bin Ladens durch die US Navy Seals sei ein „kriegerischer Akt“ gewesen und eine schwere Demütigung Pakistans – schließlich hatten die US-Kräfte eigenmächtig gehandelt und Pakistan in die Aktion nicht eingebunden, geschweige denn darüber informiert.

Grundlage des Berichts sind Interviews mit mehr als 200 Zeugen, darunter pakistanische Militärs, Geheimdienstler und Politiker und auch bin Ladens drei Witwen. Das Dossier sei nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen, heißt es, sondern sollte der Regierung lediglich Aufschluss darüber geben, wieso bin Laden nie geschnappt wurde.

Laut Aussagen der Interviewpartner kam der gesuchte Terrorist 2002 nach Pakistan, 2005 zog er nach Abbottabad. Dort trug er nach Aussagen seiner Ehefrauen zur Tarnung gerne einen Cowboy-Hut. So habe er vermeiden wollen, „von oben“ erkannt zu werden, wenn er sich im Freien in seinem Anwesen bewegt habe.

Vor seinem Umzug nach Abbottabad hielt er sich an verschiedenen Orten in Pakistan auf, eine Zeitlang auch im Swat-Tal. Dort ist er anscheinend einer Festnahme nur knapp entgangen. So steht in dem Bericht auch die Geschichte, die die Frau eines Bodyguards von bin Laden der Kommission erzählt hat. Danach besuchte der Al-Kaida-Chef gerne den örtlichen Basar. Bei einem ihrer Ausflüge in die Stadt soll die Gruppe jedoch zu schnell mit dem Auto unterwegs gewesen sein, so dass ein Polizist den Wagen stoppte. Der Bodyguard habe „die Sache schnell regeln können“, wird die Frau zitiert. Ob der Polizist bestochen wurde oder er Osama bin Laden, der damals keinen Bart trug, nicht erkannte, wird nicht erklärt.

Kommentare zu " Kommission kritisiert Pakistan: „Kollektives Versagen“ bei der Jagd auf Bin Laden"

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  • Hallo zusammen! Wer hat heute die Informationen über die Videoanalysen gepostet? Habe das heute Nachmittag schon gelesen, aber habe es mir leider nicht aufgeschrieben. Als weiteres habe ich auf Youtube einen hervorragenden Vortrag von Robert Stein mit dem Titel "9/11 Mega Ritual" gefunden. Hier bitte genau auf das Experiment mit den Basketballern aufpassen. Des Weiteren habe ich von Gerhard Wisnewski das Buch mit dem Titel "Operation 9/11: Der Wahrheit auf der Spur" 10 Jahre danach - Neue Beweise gelesen.

  • Und wo ist der Beleg für diese Behauptung?

  • Ich stelle mir mal vor, man haette Bin Laden sofort nach 9/11 gestellt. Waeren dann die Kriege im Irak und Afghanistan nicht geschehen? Ich habe grosse Zweifel daran. Wie wichtig war Bin Laden dann aber wirklich?

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