Kommission zur Untersuchung der Terroranschläge in Washington
"Jets hätten abgeschossen werden können"

Die vier am 11. September 2001 entführten Flugzeuge hätten nach Einschätzung der US-Luftwaffe vor den Einschlägen im World Trade Center und im Pentagon abgeschossen werden können.

HB WASHINGTON, Voraussetzung dafür wäre aber gewesen, dass die Flugaufsichtsbehörde die Luftwaffe rechtzeitig informiert hätte, sagte Luftwaffen-General Ralph Eberhart am Donnerstag vor der Kommission zur Untersuchung der Terroranschläge in Washington.

In einem am Donnerstag vorgelegten vorläufigen Report wurde minutiös aufgelistet, welche Maßnahmen nach dem Bekanntwerden der ersten Flugzeugentführung am 11. September ergriffen wurden. Hart ging die Kommission mit dem Kommando der US-Luftverteidigung Norad und der Luftfahrtbehörde FAA ins Gericht. Wertvolle Minuten seien zwischen der ersten Entführung und dem von Passagieren herbeigeführten Absturz der vierten Maschine fast eine Stunde später vergangen. Verwirrung in FAA und Norad hätten zu Verzögerungen bei der Entsendung von Kampfjets zum Abfangen der Flugzeuge geführt.

Nach den Erkenntnissen der Kommission schaltete die FAA das Militär viel zu spät ein. Fluglotsen erkannten am 11. September um 08.21 Uhr, dass etwas mit dem Flug American Airlines 11 nicht stimmte. Norad erfuhr davon aber erst um 09.03 Uhr, als die Maschine ins World Trade Center raste. Die Maschine mit der Flugnummer American Airlines 77, die die Terroristen ins Pentagon lenkten, flog 36 Minuten unentdeckt in Richtung Washington, obwohl die Maschine auf dem Weg nach Los Angeles hätte sein müssen.

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