Kommunalwahlen
Dänemarks Splitterparteien siegreich

Bei den Kommunalwahlen im nördlichen Nachbarland gewannen die kleinen Parteien vom linken und rechten Rand kräftig hinzu. Doch auch die deutsche Minderheit konnte mehr Wähler als zuvor überzeugen.
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HB KOPENHAGEN. Zwei Flügelparteien von links und rechts haben die dänischen Kommunalwahlen gewonnen. Wie das Innenministerium in Kopenhagen am Mittwoch mitteilte, konnten die Volkssozialisten ihren Stimmenanteil mit einem Plus von 7,1 Prozent auf 14,5 Prozent praktisch verdoppeln. Um 2,2 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent steigerte sich die rechtspopulistische Dänische Volkspartei (DVP). Sie ist Mehrheitsbeschafferin für die Minderheitsregierung Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussens und spielt mit ständigen Forderungen nach Verschärfungen in der Ausländerpolitik ein zentrale Rolle in der dänischen Politik.

Sowohl Rasmussens rechtsliberale Partei „Venstre“ („Links“) wie auch die Sozialdemokraten als größte Oppositionspartei mussten Verluste einstecken. Die Sozialdemokraten blieben stärkste Partei mit 30,7 Prozent, verloren aber gegenüber den letzten Kommunalwahlen 3,6 Prozentpunkte. Rasmussens Partei verlor um 2,7 Prozentpunkte auf 24,8 Prozent.

Als großen Erfolg feierte die deutsche Minderheit im Süden Jütlands den Einzug von insgesamt sechs statt bisher fünf Gemeinderäten der „Schleswigschen Partei“ in vier Kommunen. Sie konnte ihren Anteil um fast ein Viertel auf 5269 Stimmen steigern. Insgesamt waren 4,3 Millionen Bürger in Dänemark bei den Kommunal- und Regionalwahlen stimmberechtigt. Seit Ende 2001 wird das Land von einer Mitte-Rechts-Koalition regiert.

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